Bienenkorb flechten

Bienenkorb flechten 

 

In den meisten Fällen werden Bienenkörbe heute in Form von Kisten und Behältern aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Dabei bezeichnet der Bienenkorb eine künstliche Nisthöhle, die der Imker vor allem Völkern von Honigbienen zur Verfügung stellt. Synonym verwendete Begriffe für den Bienenkorb sind auch Bienenstock oder Behausung.

Dabei gibt es Bienenkörbe sowohl in hängender Form an Bäumen als auch als stehende Vorrichtung in sogenannten Bienenständen oder Bienenzäunen.

Früher war es jedoch durchaus üblich auch geflochtene Bienenkörbe zu verwenden und im Grunde kann man auch selbst einen solchen Bienenkorb flechten und herstellen. Benötigt werden dazu Holzplatten am besten aus Buchenholz sowie Stroh oder Korbweide.

 

 

Die Anleitung 

 

Im ersten Schritt der Anleitung für einen hängenden Bienenkorb wird zunächst das Innere des Bienenkorbes hergestellt. Dazu wird die Holzplatte zu einem Kreis ausgesägt und dieser Kreis wiederum in vier Segmente geteilt. Diese Teilabschnitte werden nun verleimt oder verschraubt und bilden das Grundgerüst für den unteren Teil des Korbes. Danach wird das Flechtmaterial zu Strängen gebündelt und fest um das hölzerne Innengerüst gewickelt.

Am oberen Ende wird das Flechtmaterial dann in einigen weiteren Runden zu einem Ring gelegt, der einen Innendurchmesser von etwa 7cm haben sollte und später die Funktion eines Anflugtrichters übernehmen wird. Damit ist der erste Teil des Bienenkorbes fertig. Der Deckel des Korbes kann nun entweder genauso gearbeitet und aufgesetzt werden oder er wird in Form eines klassischen Korbes gearbeitet.

Dazu werden einige Stränge von festerem, dickeren Flechtwerk so angeordnet, das sie dem Umfang des Unterteils entsprechen. Am einfachsten ist dies möglich, wenn die Stränge, die auch als Staken oder Aufrichter bezeichnet werden, in Steckmasse, Styropor oder einfach lockeren Boden gesteckt werden.

Nun werden die Staken umflochten, indem das Flechtmaterial abwechselnd einmal vor und einmal hinter die Staken gelegt wird. Wichtig dabei ist, eine ungerade Anzahl an Staken zu verwenden und die Staken während des Flechtens so zu biegen, dass ein halbkugelförmiger Korb entsteht.

Ist das obere Ende des Korbes erreicht, kann aus dem verbliebenen Rest des Flechtstranges noch eine Schlaufe als Aufhängevorrichtung gelegt und das Ende auf der Innenseite des Korbes mit Draht fixiert werden. Die unten überstehenden Staken werden nach innen gebogen und im Geflecht festgesteckt. Nun müssen die beiden Hälften des Korbes nur noch miteinander verbunden werden und anschließend ist der Bienenkorb fertig zum Aufhängen.

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