Makramee-Schlüsselband knüpfen – so geht’s

Makramee-Schlüsselband knüpfen – so geht’s

In dieser Anleitung zeigen wir etwas, was eine tolle Optik mit einem angesagten Trend und einem praktischen Nutzen verbindet. Wir knüpfen nämlich ein Makramee-Schlüsselband. Makramee, Geflochtenes und Objekte in Web-Optik sind seit einiger Zeit schwer angesagt. Natürlich spielt das schöne Aussehen dabei eine Rolle.

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Makramee-Schlüsselband knüpfen - so geht's

Aber speziell ein Schlüsselband zum Umhängen ist dazu noch überaus praktisch. Wer mit den Kindern, dem Hund oder auf dem Fahrrad unterwegs ist, hat so nämlich die Hände frei. Und auch in der Tasche sorgt das lange Band dafür, dass der Schlüssel schnell gefunden ist.

Wir knüpfen das Band mit zwei verschiedenen Knoten. Weil beide Knoten einfache Grundknoten sind, ist das Schlüsselband auch prima für Anfänger und zum Üben der Makramee-Knoten geeignet.

Also, legen wir los!:

Ein Makramee-Schlüsselband knüpfen – die benötigten Materialien

  • Makramee-Garn, 3 mm dick

  • Schlüsselring oder Karabinerhaken

  • Schere

  • Maßband

  • Nadel

Weil das Schlüsselband recht lang ist, sind auch die Schnüre beim Knüpfen entsprechend lang. Damit sie sich nicht ständig verheddern, sind Gummibänder hilfreich. Damit können die Schnüre nämlich gebündelt werden.

Außerdem kann ein Klemmbrett die Arbeit erleichtern. Eine andere Möglichkeit ist, die Schnüre mit Klebeband auf dem Tisch oder mit einer Sicherheitsnadel auf einem Kissen oder der Sofalehne zu fixieren.

Ein Makramee-Schlüsselband knüpfen – die verwendeten Knoten

Wie schon erwähnt, knüpfen wir das Makramee-Schlüsselband mit zwei unterschiedlichen Knoten. Das sind zum einen der Kreuzknoten und zum anderen der Wellenknoten. Zum Schluss arbeiten wir dann noch einen Wickelknoten.

Kreuzknoten

Der Kreuzknoten gehört zu den wichtigsten Knoten im Makramee. Er ist eine Art Grundknoten und kommt in sehr vielen Arbeiten vor. Er kann für sich alleine stehen oder versetzt über mehrere Schnüre geknüpft werden, um eine Fläche zu bilden.

Der Kreuzknoten geht so:

  • Zuerst die Schnur ganz links über die beiden Schnüre in der Mitte nach rechts führen. Anschließend die rechte Schnur unter den Mittelschnüren nach links führen und durch die Schlaufe, die durch die ursprünglich linke Schnur auf der rechten Seite entstanden ist, stecken. Dann die beiden Schnüre greifen und den Knoten gut festziehen.

  • Im zweiten Schritt wird der Knoten genau andersherum geknüpft. Dazu die linke Schnur unter den Mittelschnüren nach rechts und die rechte Schnur über die Mitte hinweg nach links führen. Den Knoten wieder gut festziehen.

Diese beiden Schritte werden fortlaufend wiederholt, bis die benötigte Anzahl an Knoten oder die gewünschte Länge erreicht ist.

Wellenknoten

Der Wellenknoten besteht nur aus einem Schritt. Weil das Schema beibehalten wird und der Knoten immer von der gleichen Seite geknüpft wird, bildet sich ganz von alleine eine Spirale.

Für den Wellenknoten die linke Schnur über die Mittelschnüre hinweg nach rechts führen. Danach die rechte Schnur unter den Mittelschnüren nach links legen, durch die Schlaufe auf der linken Seite stecken und den Knoten zuziehen.

Der Wellenknoten wird also genauso geknüpft wie die erste Hälfte vom Kreuzknoten. Dieser Schritt wird fortlaufend wiederholt. Dadurch drehen sich die geknüpften Schnüre spiralförmig um die eigene Achse.

Wickelknoten

Der Wickelknoten wird auch als mehrfacher Überhangknoten bezeichnet. Im Makramee wird er eingesetzt, um mehrere Schnüre zu einem Bündel zusammenzufassen, Schlaufen als Aufhänger zu bilden oder unschöne Stellen zu verdecken.

  • Für den Wickelknoten ein neues Stück Schnur nehmen und an einem Ende zu einer Schlaufe legen. Dadurch ist die Schnur auf einer Seite der U-förmigen Schlaufe kurz und auf der anderen Seite lang.

  • Jetzt die Schlaufe mit der geschlossenen Seite nach unten auf die entsprechende Stelle legen.

  • Dann die Schnüre samt Schlaufe mit dem langen Ende der Schnur umwickeln.

  • Ist die umwickelte Stelle lang genug, das Ende der Schnur durch die Schlaufe stecken.

  • Zum Schluss oben, am kurzen, losen Ende der Schlaufe ziehen. Dadurch zieht sich die Schnur unten unter die Umwicklung. Die Zugschnur oben jetzt noch etwas kürzen und in der Wicklung verstecken.

Ein Makramee-Schlüsselband knüpfen – so geht’s

Das Makramee-Schlüsselband zu knüpfen, ist es längst nicht so schwierig, wie es in der Theorie vielleicht klingt. Wer den Dreh einmal raus hat und den Kreuz- und den Wellenknoten beherrscht, hat das Schlüsselband im Handumdrehen fertig.

Die Schnüre zuschneiden

Für das Schlüsselband werden vier Schnüre benötigt. Zwei Schnüre davon sind die passiven Schnüre. Sie liegen in der Mitte und die Knoten werden um diese beiden Schnüre herum geknüpft. Die passiven Schnüre sollten etwas länger sein als die Wunschlänge des Schlüsselbandes. Soll das Schlüsselband zum Beispiel einen Meter lang werden, sollten die passiven Schnüre auf ungefähr 110 cm zugeschnitten werden.

Die beiden anderen Schnüre sind die aktiven Schnüre. Mit ihnen werden die Knoten geknüpft. Die aktiven Schnüre sollten ungefähr viermal so lang sein wie die passiven Schnüre. In unserem Beispiel wären das also knapp 450 cm.

Damit sich die langen Schnüre einfacher verarbeiten lassen, können sie aufgerollt und die Bündel mit einem Gummiband umwickelt werden. Beim Knüpfen die Bündel dann nach und nach öffnen. Die ganze Arbeit kann zum Beispiel in ein Klemmbrett eingespannt oder irgendwo fixiert werden. Dadurch sind beide Hände fürs Knüpfen der Knoten frei.

Die erste Hälfte knüpfen

Die vier Schnüre werden so angeordnet, dass die beiden kürzeren, passiven Schnüre in der Mitte und die beiden langen, aktiven Schnüre rechts und links davon liegen. Dann beginnt das Knüpfen.

Dazu gute 10 cm von den Enden der Schnüre entfernt den ersten Kreuzknoten knüpfen. Mit den Kreuzknoten fortfahren, bis eine Länge von etwa 20 cm erreicht ist.

Nun folgen Wellenknoten über eine Länge von etwa 8 cm und dann noch einmal Kreuzknoten über 10 cm.

Danach werden etwa 4 cm ausgelassen. Nach dieser Lücke werden erneut Wellenknoten geknüpft, dieses Mal über eine Länge von etwa 12 cm.

Dieser Teil bildet den Übergang zwischen den beiden Seiten und ergibt gleichzeitig das untere Ende des Schlüsselbandes, an dem sich später der Schlüsselring oder Karabinerhaken befinden wird.

Die zweite Hälfte knüpfen

Auf der anderen Seite geht es in umgekehrter Reihenfolge zurück. Nach den letzten Wellenknoten bleiben also zunächst 4 cm frei. Danach folgen 10 cm Kreuzknoten, 8 cm Wellenknoten und noch einmal 20 cm Kreuzknoten.

Um die Knoten nicht ständig zählen oder die Längen abmessen zu müssen, können die beiden Seiten des Schlüsselbandes einfach aneinander gehalten werden. So ist gut zu sehen, wie viele Knoten noch fehlen.

Das Schlüsselband schließen

Sind beide Seiten des Bandes gleichlang, kann der Schlüsselring oder Karabinerhaken aufgefädelt werden. Er wird auf die Wellenknoten zwischen den beiden freigelassenen Stellen geschoben.

Um das Band zu schließen, die losen Schnüre an beiden Enden übereinander legen. Dann zuerst auf der Außenseite zwei Fäden von einer Hälfte des Bandes nehmen und als aktive Schnüre mit Kreuzknoten um zwei Fäden der anderen Hälfte knüpfen.

Das Band anschließend umdrehen und auf der Innenseite mit den vier verbliebenen Fäden ebenfalls Kreuzknoten arbeiten.

Die überstehenden Enden dann mit der Nadel vernähen. Eine andere Möglichkeit ist, die Enden etwas zu kürzen und mit Textilkleber zu fixieren.

Jetzt fehlt nur noch der Wickelknoten. Dafür ein etwa 20 cm langes Stück Schnur abschneiden und zur Schlaufe legen. Dann das Schlüsselband so zusammennehmen, dass die beiden Stellen, die wir vorhin freigelassen haben, nebeneinanderliegen.

Hier die Schlaufe positionieren und die Schnüre umwickeln. Der Wickelknoten sorgt dafür, dass der Schlüsselbund in diesem Bereich bleibt.

Ist der Wickelknoten geknüpft, ist das Makramee-Schlüsselband fertig!

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Hallo, ich bin Jenny Evers, 1980 geboren und schreibe hier mit Ferya Gülcan (Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite), sowie Sevil Kur (Youtube Kanal Sevilart), diverse Anleitungen und Ratgeber zum Thema Flechten. Viel Erfahrung sammelte ich durch die Mitarbeit viele Jahre in einem Bastelladen, zudem ist das Thema DIY - Do It yourself ein ewiges präsentes Thema bei mir. Durch meine Freundin ( Frisörmeisterin) habe ich ab und an auch Frisuren zum Thema.

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