Anleitung für einen Traumfänger

Anleitung für einen Traumfänger 

Ein Traumfänger sieht nicht nur sehr dekorativ aus, sondern hat auch einen tieferen Sinn. So besagen unterschiedliche indianische Legenden, dass ein Traumfänger über dem Bett böse Träume einfängt und in seinem Netz festhält, bis sie schließlich am nächsten Morgen durch die ersten Sonnenstrahlen aufgelöst werden.

Die guten Träume hingegen gleiten über das Netz und fallen dann auf den Schlafenden herab. 

 

Um einen Traumfänger, der aus einem Ring mit einem Geflecht in der Mitte besteht und oft mit Perlen und Federn geschmückt ist, für sich selbst oder als Geschenk zu basteln, gibt es mehrere Möglichkeit.

 

Zwei Ideen stellt die folgende Anleitung vor: 

 

Eine Variante, um einen Traumfänger anzufertigen

Für einen Traumfänger werden:

·         1 Ring aus Holz oder Weide,
·         Schnur oder dickeres Garn sowie
·         Perlen und Federn nach Wunschbenötigt.

 

Zuerst wird das Ende der Schnur zu einer Schlaufe verknotet und die Schnur dann so an den Ring geknotet, dass die Schlaufe als spätere Aufhängung nach oben zeigt. Nun wird das Geflecht hergestellt, indem die Schnur im Uhrzeigersinn in Schlaufen um den Ring gewickelt wird. Dafür wird die Schnur nach rechts geführt, hinter den Ring gelegt und über den Ring hinweg wieder nach vorne geholt.

So wird nun immer weiter gewickelt, bis der Anfangspunkt wieder erreicht ist. Die zweite und alle folgenden Reihen werden genauso geflochten, nur wird hier die Schnur jeweils durch die Schlaufen der vorherigen Reihe gewickelt. Wer möchte, kann außerdem immer wieder kleine Perlen mit auf die Schnur auffädeln.

Wenn die Mitte des Ringes erreicht ist, wird die Schnur fest mit einer Schlaufe verknotet, auf die Rückseite geführt, mit einem weiteren Knoten gesichert und abgeschnitten. Zum Schluss können noch ein oder mehrere Schmuckfäden an der Unterseite des Ringes befestigt und mit Perlen und Federn dekoriert werden.

[Grafik-Anleitung Traumfänger flechten] 

 

Eine zweite Anleitung für einen Traumfänger

Anstelle dieser eher klassischen Variante kann der Traumfänger aber auch ein wenig anders gebastelt werden.

Hierfür werden folgende Materialien benötigt:

·         1 Ring aus Holz oder Weide
·         Schnur, Garn oder Wolle
·         dünne Pappe, beispielsweise die Rückseite von einem Malblock
·         Zirkel und Schere
·         Sticknadel
·         flüssiger Klebstoff
·         Perlen und Federn nach Wunsch

 

Bei diesem Traumfänger besteht der Mittelpunkt aus einem gewobenen Geflecht, das mithilfe von vielen einzelnen Fäden mit dem Weidenring verbunden ist. Für das gewobene Geflecht wird nun als erstes eine Art Webrahmen oder Webbrett angefertigt. Dazu wird mit dem Zirkel ein Kreis auf die Pappe gezeichnet und ausgeschnitten. Der Kreis sollte dabei etwa um ein Viertel kleiner sein als der Ring.

Hat der Ring also beispielsweise einen Durchmesser von 20cm, sollte der Pappkreis einen Durchmesser von etwa 15cm haben. Auf dem Pappkreis wird nun ein zweiter Kreis aufgezeichnet, der 1cm kleiner ist.

Nun werden mit dem Bleistift um den gesamten Kreis herum Punkte im Abstand von 1cm markiert. Auf dem Innenkreis werden anschließend ebenfalls Punkte im Abstand von 1cm zueinander markiert, allerdings werden diese Punkte jeweils um 0,5cm versetzt zu den Markierungspunkten am äußeren Kreis angeordnet. Dann werden die äußeren und die inneren Punkte miteinander verbunden und die Zacken, die dadurch entstanden sind, ausgeschnitten.

Jetzt wird die Schnur um den Pappkreis gespannt. Dazu wird ein Ende der Schnur in der Mitte des Kreis positioniert, anschließend nach oben geführt, in eine Zacke eingelegt, über die Rückseite zur gegenüberliegenden Zacke auf der Unterseite geführt und über diese Zacke dann wieder nach oben bis zum Anfangspunkt gelegt. Von hier aus geht es nun mit der nächsten Zacke weiter und immer so fort, bis der gesamte Kreis bespannt ist. Dann wird die Schnur abgeschnitten und die beiden Enden werden miteinander verknotet. Durch die Zacken im Kreis ist sichergestellt, dass die Bespannung nicht herunterrutschen kann.

Als nächstes wird ein Stück Schnur, Wolle oder Garn auf die Sticknadel aufgefädelt. Die Sticknadel wird nun von der Rückseite aus in die Mitte eingestochen und anschließend immer abwechselnd einmal unter und einmal über die gespannten Fäden geführt. Nach und nach entsteht so ein immer größerer Kreis. Wenn die Webarbeit die gewünschte Größe erreicht hat, wird der Webfaden abgeschnitten und mit einem Knoten gesichert. Anschließend werden die gespannten Fäden in der Mitte auf der Rückseite des Pappkreises aufgeschnitten und die vorderen Spannfäden jeweils mit den hinteren Spannfäden am Rand der Webarbeit verknotet.

Wer möchte, kann nun Holzperlen auf die Fäden auffädeln. Dann werden die Fäden nach und nach in gleichmäßigen Abständen zueinander am Holzring festgeknotet. Wichtig dabei ist aber, darauf zu achten, dass sich die Webarbeit exakt in der Mitte befindet und die Fäden gleichmäßig gespannt sind. Um die Knoten zusätzlich zu sichern, können sie mit einem Tropfen Klebstoff fixiert werden, dann werden die überstehenden Enden kurz abgeschnitten. Um die Perlen in die gewünschte Position zu bringen, wird auf die jeweilige Stelle auf dem Faden etwas Klebstoff aufgetragen und die Perle darüber geschoben.

Der Weidenring sollte nun solange liegen bleiben, bis der Klebstoff getrocknet ist. Zum Schluss können noch ein oder mehrere Schmuckfäden an der Unterseite festgeknotet und mit weiteren Perlen und Federn ausgeschmückt werden. Auf der Oberseite wird ein Faden angebracht und als Aufhängung zu einer Schlaufe verknotet.

 

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