Rezept und Anleitung: Essbarer Korb aus Brotteig

Rezept und Anleitung: Essbarer Korb aus Brotteig

Für Osternester werden meist Körbchen verwendet und auch auf dem Tisch finden Brot und Brötchen ihren Platz oft in einem Korb. Doch es müssen nicht immer nur die klassischen Körbe sein. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie ein Korb aus Brotteig hergestellt werden kann. Er sieht nicht nur toll aus, sondern kann kurzerhand aufgegessen werden. Zusammen mit einer Packung Salz macht der Brotkorb übrigens auch als Geschenk zum Umzug eine prima Figur!

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Rezept und Anleitung Essbarer Korb aus Brotteig

Das Rezept für den Brotteig

Für einen essbaren Korb mit etwa 30 cm Durchmesser oder zwei etwas kleinere Körbe werden folgende Zutaten benötigt:

  • 500 g Mehl

  • 1 Tütchen Trockenhefe

  • 300 ml Wasser

  • 3 bis 4 Esslöffel Milch

  • ½ Teelöffel Salz

  • 1 kleine Prise Zucker

  • Butter zum Einfetten der Form

Als Mehl kann nur Weizenmehl verwendet werden. Möglich ist aber auch eine Mischung aus etwa einer Hälfte Weizenmehl und einer Hälfte Vollkornmehl. Das Wasser und die Milch müssen nicht extra erwärmt werden. Es genügt, wenn sie handwarm sind.

Wer möchte, kann den Brotteig mit Gewürzen oder Kräutern verfeinern. Kümmel, Nüsse oder Rosmarin und Oregano zum Beispiel eignen sich gut. Wichtig ist aber, dass die Gewürze und Kräuter recht fein gemahlen und trocken sind. Große Stückchen oder zu viel Feuchtigkeit würden dazu führen, dass sich der Brotteig später nicht gut flechten lässt.

Als Hilfsmittel beim Flechten wird eine Form verwendet. Das kann eine Schüssel sein. Weil der Brotkorb erst nach dem Backen von der Form abgenommen wird, muss die Schüssel aber feuerfest sein.

Statt einer Schüssel kann auch eine Springform zum Einsatz kommen. Durch die Backform erhält der Brotkorb einen flachen Boden und einen schmaleren Rand, während er bei einer Schüssel als Vorlage eine gewölbte Form bekommt.

Die Anleitung für einen essbaren Korb aus Brotteig

Zuerst wird der Teig zubereitet. Wenn der Brotteig schön aufgegangen ist, wird daraus der Korb geflochten. Dann kann der Brotkorb gebacken und nach dem Auskühlen gefüllt und auf den Tisch gestellt werden. Soweit die Kurzversion. Jetzt schauen wir uns die Anleitung ausführlich an!

Den Brotteig zubereiten

Für den Brotteig werden das Mehl und die Trockenhefe in eine Schüssel gegeben. Dazu kommen das Salz und der Zucker. Wer seinen Teig mit Gewürzen oder Kräutern aromatisieren möchte, fügt sie nun ebenfalls hinzu. Dann die trockenen Zutaten einmal miteinander vermengen.

Anschließend werden die Milch und das Wasser in die Schüssel gegeben. Die Flüssigkeiten sollten ungefähr Zimmertemperatur haben. Wärmer müssen sie nicht sein. Nun alle Zutaten miteinander mischen und den Teig solange kneten, bis er schön geschmeidig ist und nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Ob der Brotteig mit den Händen, den Knethaken des Mixers oder einer Küchenmaschine geknetet wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

Danach muss der Brotteig ruhen. Dazu die Schüssel mit einem Tuch abdecken und beiseite stellen. Der Teig sollte dann etwa eine halbe Stunde lang gehen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.

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Den Korb flechten

Wenn der Brotteig schön aufgegangen ist, die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig mit dem Nudelholz dünn ausrollen. Die Teigplatte sollte ungefähr einen halben Zentimeter dick sein. Anschließend mit dem Messer oder einem Pizzaschneider den Teig in etwa einen Zentimeter breite Streifen schneiden.

Bevor gleich das Flechten beginnt, wird noch die Schüssel oder Backform auf der Außenseite großzügig mit Butter eingefettet. Auf der Außenseite deshalb, weil der Brotkorb nicht in die Form hineingelegt, sondern außen auf die Form aufgelegt wird.

Für den Korb wird die eingefettete Form mit dem Boden nach oben auf den Tisch gestellt. Nun werden ein Teigstreifen längs und ein Teigstreifen quer über die Form gelegt. Dann zwei weitere Teigstreifen nehmen und mit etwas Abstand rechts und links neben den mittleren senkrechten Streifen auf die Form legen.

Nun folgt ein Teigstreifen, der waagerecht auf die Form gelegt wird. Dabei die senkrechten Streifen so positionieren,  dass sie versetzt zum ersten waagerechten Streifen einmal darüber und einmal darunter verlaufen.

Auf diese Weise werden nach und nach alle weiteren Teigstreifen eingeflochten. Also immer abwechselnd einen senkrechten und einen waagerechten Streifen anfügen und ihn so einweben, dass er abwechselnd über und unter den anderen Streifen verläuft.

Wenn die gesamte Form umflochten ist, überstehende Streifen am Rand mit dem Messer abschneiden. Anschließend einen weiteren Teigstreifen nehmen und als Abschluss um den Rand der Form herumlegen. Dann mit den Händen noch einmal alle Streifen gut andrücken und den Brotkorb erneut mit einem Tuch abdecken.

Tipp:

Wem das Weben auf der Schüssel oder Backform zu fummelig ist, der kann es auch anders machen. Dafür ein Stück Backpapier gut einfetten. Anschließend das Gitter aus Teigstreifen auf dem Backpapier weben.

Danach das Backpapier mit dem Teig-Gitter anheben, auf die Form legen und andrücken. Zum Schluss überstehende Streifen abschneiden und einen langen Teigstreifen als Rand anlegen.

Den Brotkorb backen

Während der Korb noch einmal kurz ruht, kann der Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden. Dann das Tuch abnehmen, den Brotkorb zusammen mit der Form in den Backofen stellen und eine gute halbe Stunde lang backen. Der Teig ist fertig, wenn er eine goldbraune Farbe angenommen hat.

Den Brotkorb auf der Form auskühlen lassen und anschließend vorsichtig abnehmen. Damit ist der essbare Korb aus Brotteig fertig. Er kann nun mit weiterem Brot, Brötchen oder auch Eiern gefüllt und auf den Frühstückstisch gestellt werden.

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Hallo, ich bin Jenny Evers, 1980 geboren und schreibe hier mit Ferya Gülcan (Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite), sowie Sevil Kur (Youtube Kanal Sevilart), diverse Anleitungen und Ratgeber zum Thema Flechten. Viel Erfahrung sammelte ich durch die Mitarbeit viele Jahre in einem Bastelladen, zudem ist das Thema DIY - Do It yourself ein ewiges präsentes Thema bei mir. Durch meine Freundin ( Frisörmeisterin) habe ich ab und an auch Frisuren zum Thema.

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