Anleitung – Einfassungen für Beete flechten

Anleitung:

Einfassungen für Beete flechten

Die Gartensaison ist in vollem Gange und während die ersten Blumen und Pflanzen bereits blühen und wachsen, werden allmählich auch die Gewächse gesetzt, die keinen Frost vertragen. Ein Garten soll aber nicht nur praktisch sein, Blumen und Gemüse liefern und eine Rasenfläche zum Spielen und für Sonnenbäder zur Verfügung stellen. Mindestens genauso wichtig ist, dass der Garten auch optisch etwas hermacht.

Ein wichtiges Gestaltungselement in diesem Zusammenhang sind die Beeteinfassungen. Beeteinfassungen werden auch Beetumrandungen, Beetbegrenzungen oder Rasenkanten genannt und ihre Aufgabe besteht darin, die Beete und Flächen voneinander abzugrenzen. Dadurch erhält der Garten Struktur und der Gärtner kann seine Blumen-, Kräuter- und Gemüsebeete anlegen, ohne dass sich die Pflanzen unkontrolliert ausbreiten.

Dabei sind Beeteinfassungen aus vielen verschiedenen Materialien erhältlich, angefangen bei Elementen aus Metall, Stein, Granit oder gebranntem Ton bis hin zu Umrandungen aus Kunststoff oder Holz. Sehr beliebt sind jedoch auch geflochtene Beeteinfassungen. Beeteinfassungen aus Weidenruten sehen sehr dekorativ aus, sind pflegeleicht, witterungsbeständig und fügen sich durch das natürliche Material sehr harmonisch in das Gesamtbild des Gartens ein.

Zudem kann der Gärtner solche Beeteinfassungen selbst anfertigen und so nicht nur die Maße perfekt auf seinen Garten abstimmen, sondern auch echte Unikate schaffen.

Wie Einfassungen für Beete geflochten werden,
erklärt die folgende Anleitung:

Einfassungen für Beete flechten – die benötigten Materialien

  • ·         Haselnusszweige als Pfosten
  • ·         Weidenruten
  • ·         scharfe Gartenschere oder Messer

Weidenruten werden üblicherweise im Februar geschnitten und am besten ist es, die frisch geschnittenen und dadurch noch biegsamen Weidenruten direkt zu verarbeiten. Aber auch wer sich erst später im Jahr dazu entscheidet, seine Beeteinfassungen zu flechten, kann auf Weidenruten zurückgreifen. Damit die länger gelagerten Ruten nicht brechen, sollten sie dann vor der Verarbeitung einige Tage lang in Wasser eingeweicht werden.

Für geflochtene Beeteinfassungen eignen sich die Korbweide und die Purpurweide besonders gut. In Gärtnereien werden die Weidenruten mitunter auch unter der Bezeichnung Flechtruten angeboten und meist in Bunden verkauft. Dabei reicht ein 10kg-Bund Weidenruten ungefähr für vier Meter einer 25cm hohen Beeteinfassung.

Als Pfosten für die Beeteinfassung sind Triebe der Haselnuss sehr gut geeignet. Haselnusszweige passen optisch gut zu den Weidenruten, sind ausreichend stabil und treiben vor allem im nächsten Frühjahr nicht aus. Es ist zwar genauso möglich, auch für die Pfosten Weide zu verwenden. Im Unterschied zur Haselnuss würden Weidenruten, die als Pfosten senkrecht im Boden stecken, allerdings wieder austreiben.

Anleitung: Einfassungen für Beete flechten

Beeteinfassungen aus Weide zu flechten, ist weit weniger schwierig als oft gedacht. Der Anfang kann zwar ein wenig holprig sein, aber wenn sich der Gärtner erst einmal an das Material gewöhnt und den Dreh raus hat, entstehen recht schnell dekorative Minizäune für die Beete. Die Vorgehensweise dabei gestaltet sich wie folgt:

·         Als erstes werden die Haselnusszweige an einem Ende mit einer scharfen Gartenschere oder einem Messer angespitzt. Dadurch lassen sie sich einfacher in den Boden stecken.

·         Nun werden die angespitzten Haselnusszweige als Pfosten in die Erde eingeschlagen. Dabei wird jeweils ein Pfosten am Anfang und am Ende der Einfassung positioniert. Dazwischen werden die weiteren Pfosten in einem gleichmäßigen Abstand zueinander angeordnet. Wie groß die Abstände gewählt werden, hängt vom persönlichen Geschmack ab, bewährt haben sich jedoch Abstände zwischen 40 und 50cm. Für einen sicheren und stabilen Halt werden die Pfosten jeweils etwa 25cm tief in den Boden eingeschlagen.

·         Nun beginnt das Flechten. Dafür wird die erste Weidenrute am Anfangspfosten angelegt und immer abwechselnd einmal vor und einmal hinter den folgenden Pfosten entlang geführt. Am letzten Pfosten angekommen, wird die Weidenrute um diesen Pfosten herumgebogen und danach wird wieder zurück in Richtung Anfangspfosten verflochten.

·         Sollte es notwendig werden, eine neue Weidenrute einzuarbeiten, wird sie so angelegt, dass sich die Enden der vorhergehenden und der neuen Weidenrute etwa 20cm überlappen. Weidenruten, die trotz des Wässerns noch recht steif sind, können vor dem Verflechten vorsichtig um ein Knie gebogen und gezogen werden. Dadurch sind sie dann schon leicht vorgebogen und lassen sich deutlich einfacher einflechten.

·         Ist die erste Lage fertig, geht es mit der zweiten Lage weiter. Diese wird genauso geflochten wie die erste Lage. Damit der Minizaun richtig stabil wird, sollten die Weidenruten nun jedoch versetzt zu den Ruten aus der ersten Lage verflochten werden. Dort, wo die Weidenruten vor den Pfosten verlaufen, werden sie in der zweiten Reihe also hinter den Pfosten entlang geführt und umgekehrt. Nach diesem Schema wird nun Lage für Lage weitergeflochten.

 

Zum Schluss werden die Weidenruten vorsichtig nach unten gedrückt und gleichmäßig ausgerichtet. Damit ist die geflochtene Beeteinfassung fertig.

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