Die wichtigsten Infos rund um die geflochtene Angelschnur

Die wichtigsten Infos rund um die geflochtene Angelschnur

 

Menschen angeln schon seit jeher. Während das Angeln früher aber dazu diente, Fisch als Nahrungsmittel zu beschaffen, ist es heute meist ein Hobby, eine erholsame Freizeitbeschäftigung oder eine Leidenschaft. Auch die Ausstattung hat sich geändert.

Vom einfachen Stock mit einer ebenso einfachen Schnur hat sich die Angelausrüstung inzwischen zu echtem Hightechgerät entwickelt. Nach wie vor ist die Angelschnur aber eine der wichtigsten Kompetenten. Dabei wiederum greifen Angler sehr gerne auf die geflochtene Angelschnur zurück. Aber was zeichnet diese Variante der Angelschnur aus? Worin liegen ihre Vorteile und was sind ihre Nachteile?

 

Hier die wichtigsten Infos rund um die geflochtene Angelschnur in der Übersicht:

 

Was ist eine geflochtene Angelschnur?

Eine geflochtene Angelschnur wird auch multifile Schnur genannt und ist das Gegenstück zu einer monofilen Angelschnur. Bei der multifilen Angelschnur werden viele hauchdünne Kunststofffasern zur eigentlichen Schnur miteinander versponnen.

Dieses Verspinnen ist der Grund dafür, dass die multifile Angelschnur auch als geflochtene Angelschnur bezeichnet wird. Geflochtene Angelschnüre sind seit Mitte der 1990er-Jahre erhältlich. Bis dahin hatten die technischen Möglichkeiten gefehlt, derart feine Fasern herzustellen und zu Schnüren weiterzuverarbeiten.

 

Welche Vorteile bietet eine geflochtene Angelschnur?

Der größte Pluspunkt der geflochtenen Angelschnur ist ihre enorm hohe Tragkraft bei gleichzeitig geringem Durchmesser. So hat eine geflochtene Angelschnur mit einem Durchmesser von 0,1mm eine Tragkraft von etwa 5kg, bei einem Durchmesser von 0,5mm sind es rund 37kg.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass eine geflochtene Angelschnur recht unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen ist. So machen ihr Hitze und UV-Licht nicht großartig zu schaffen. Bei Temperaturen unter 0°C neigt die Angelschnur zwar dazu, einzufrieren und zu brechen.

Mittlerweile gibt es aber Schnüre, die so behandelt sind, dass sie kein Wasser aufnehmen und folglich auch nicht einfrieren können. Wegen ihrer Belastbarkeit hat eine geflochtene Angelschnur also eine längere Lebensdauer als eine herkömmliche, einfache Angelschnur. Vor allem für Spinnfischer, die bei der Köderführung auf einen schnellen und präzisen Anhieb angewiesen sind, kommt noch ein weiterer Pluspunkt dazu: Die geflochtene Angelschnur dehnt sich so gut wie nicht.

 

Welche Nachteile hat die geflochtene Angelschnur?

Den Vorteilen stehen jedoch auch ein paar Nachteile gegenüber. Ein Minuspunkt ist, dass sich eine geflochtene Angelschnur nicht so gut knoten lässt. Auch beim Aufspulen kann die geflochtene Angelschnur Probleme bereiten. Ihre hohe Reißfestigkeit ist zwar einerseits ein Vorteil.

Andererseits kann dies in Kombination mit der leicht rauen Oberfläche zu Verletzungen führen, beispielsweise wenn der Angler die Schnur mit dem Finger abbremst. Ähnlich kann es den Rutenringen ergehen, die ebenfalls kleinere oder größere Schäden davontragen können. Nicht zuletzt spielt auch der Preis eine Rolle, denn geflochtene Angelschnüre sind deutlich teurer als herkömmliche Angelschnüre. Die längere Haltbarkeit macht dies aber ein Stück weit wieder wett.

 

Worauf sollte beim Kauf einer geflochtenen Angelschnur geachtet werden?

Damit sich der Angler nicht darüber ärgern muss, dass er viel Geld für eine Angelschnur ausgegeben hat, die seine Erwartungen nicht erfüllt, sollte er auf ein paar Punkte achten:

·         Tragkraft.

Eine geflochtene Angelschnur kennzeichnet sich durch ihre hohe Tragkraft. Trotzdem muss sie so ausgewählt werden, dass sie für die Fische, die geangelt werden sollen, auch geeignet ist.

·         Durchmesser.

Die Qualität einer Angelschnur lässt sich aus dem Verhältnis zwischen Schnurdurchmesser und Tragkraft ablesen. Kostengünstige Angelschnüre von minderer Qualität haben eine geringere Tragkraft als hochwertigere Schnüre mit dem gleichen Durchmesser.

·         Farbe:

Die Farbe der Angelschnur sollte ebenfalls die Zielfische berücksichtigen. Ein Karpfen wird vermutlich nicht anbeißen, wenn sich der Angler für eine Schnur in einer Leuchtfarbe entscheidet. Stattdessen sollte der Angler zu einer Angelschnur greifen, die farblich zum Untergrund passt. Möchte der Angler hingegen Raubfische angeln und die Köderführung im Wasser beobachten können, kann er ruhig zu einer Schnur in einer leuchtenden Farbe greifen.

·         Frostschutz:

Möchte der Angler auch im Winter und bei Minustemperatur angeln gehen, sollte er darauf achten, dass die Angelschnur mit einem Frostschutz ausgestattet ist. So nimmt sie kein Wasser auf, friert nicht ein und bricht nicht.

 

Was ist eine geflochtene Angelschnur mit monofilem Überzug?

Eine Weiterentwicklung der multifilen Angelschnüre sind geflochtene Angelschnüre mit monofilem Überzug. Hierbei handelt es sich um geflochtene Angelschnüre, bei denen die einzelnen Fasern mit einem weichen, monofilen Material überzogen sind. Dies führt dazu, dass diese Angelschnüre die Vorteile von einfachen und geflochtenen Angelschnüren in sich vereinen.

So sind die Tragkraft und die Belastbarkeit fast genauso hoch wie bei geflochtenen Schnüren. Gleichzeitig sorgt der monofile Überzug dafür, dass die Schnüre weich und geschmeidig sind. Dies schont nicht nur die Rutenringe, sondern reduziert auch die Gefahr von Verletzungen. Die Produktion dieser Angelschnüre ist jedoch sehr aufwändig. Deshalb sind geflochtene Angelschnüre mit monofilem Überzug noch einmal ein ganzes Stück teurer als geflochtene Angelschnüre.

 

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