Anleitung für den Verschiebeknoten

Anleitung für den Verschiebeknoten

 

Egal ob Halskette, Armband oder Fußkettchen: Wenn Schmuck selbst angefertigt wird, stellt sich meist die Frage nach dem Verschluss. Im Schmuck- und Bastelbedarf gibt es zwar eine große Auswahl an verschiedenen Schmuckverschlüssen. Allerdings kann es eine ganz schöne Fummelei sein, bis so ein Verschluss angebracht ist.

Damit er richtig, fest und sicher sitzt, muss außerdem oft ein entsprechendes Werkzeug eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass ein Schmuckverschluss manchmal einfach nicht zu dem Schmuckstück passt. Ein eher rustikales Armband, das aus Lederbändern geflochten ist, sieht beispielsweise mit einem filigranen Silberverschluss komisch aus.

Als Universallösung bleibt natürlich die Möglichkeit, das Schmuckstück einfach zusammenzuknoten. So ein schlichter Knoten macht optisch aber oft nicht viel her. Zudem besteht die Gefahr, dass er sich löst und das Schmuckstück schlimmstenfalls verloren geht.

 

Die folgende Anleitung stellt deshalb eine weitere Variante
für den Verschluss her, nämlich den Verschiebeknoten:

 

Was ist ein Verschiebeknoten?

Beim Verschiebe- oder auch nur Schiebeknoten handelt es sich um einen Doppelknoten. Vergleichen mit anderen Verschlüssen bietet der Verschiebeknoten zwei große Pluspunkte. Der erste Pluspunkt ist, dass für den Verschiebeknoten keine weiteren Materialien, Werkzeuge oder Hilfsmittel notwendig sind.

Der Verschiebeknoten wird nämlich einfach auf dem Band gebunden, das für die Halskette oder das Armband verwendet wird. Bei dem Band wiederum kann es sich beispielsweise um ein Lederband oder eine Kordel handeln. Der zweite Pluspunkt ist, dass der Verschiebeknoten das Schmuckstück nicht nur verschließt, sondern ihm gleichzeitig eine variable Länge gibt.

Der Verschiebeknoten heißt nämlich Verschiebeknoten, weil die Knoten auf dem Band hin- und hergeschoben werden können. Dadurch kann das Schmuckstück enger oder weiter gemacht werden.

 

Die Anleitung für den Verschiebeknoten

Der Verschiebeknoten lässt sich erstaunlich schnell und einfach knoten. In der Theorie klingt das Knoten zwar zugegebenermaßen ziemlich kompliziert und schwierig. Wer die Technik aber einmal verstanden hat, wird nur wenige Sekunden brauchen, um den praktischen Verschiebeknoten anzufertigen. Also nicht von der Anleitung abschrecken lassen, sondern einfach ausprobieren und nacharbeiten!

Hier die einzelnen Schritte, ganz ausführlich erklärt:

 

1. Als erstes wird auf einer Seite des Bandes ein Überhandknoten gebunden. Ein Überhandknoten ist der ganz normale Knoten, der meistens gemacht wird, wenn etwas zusammengeknotet werden soll. Der Knoten wird jetzt aber noch nicht zusammengezogen. Stattdessen bleibt die Schlinge locker.

Verschiebeknoten 1

 

2. Jetzt wird das Ende des Bandes noch einmal um die Schlinge herumgeschlungen. Dadurch entsteht ein doppelter Überhandknoten. Es ist sehr wichtig, das Ende des Bandes ein zweites Mal durch die Schlinge zu führen, sonst funktioniert das Verschieben später nicht. Der Knoten wird aber noch immer nicht festgezogen, sondern die Schlinge bleibt nach wie vor locker.

Verschiebeknoten 2

 

3. Jetzt wird das andere Ende des Bandes genommen und durch die Knotenschlinge gesteckt. Dann wird der Knoten festgezogen.

Verschiebeknoten 3

 

4. Neben dem eben gebundenen Knoten befinden sich die beiden Enden des Bandes. Auf der anderen Seite (neben dem Knoten) ist eine Schlaufe entstanden. Diese Schlaufe vergrößert und verkleinert sich, wenn an einem Bandende gezogen wird. Zum Binden ist es ratsam, die Schlaufe angenehm groß zu ziehen. So ist das Knoten bequemer.

Das Band wird nun zu einem Kreis gelegt. Die Schlaufe liegt dabei in der Mitte, das lose Ende des Bandes als äußerer Kreis daneben. Die Endungen des Bandes liegen rechts und links. 

Verschiebeknoten 4

 

5. Jetzt wird das lose Ende des Bandes einmal um den Innenkreis (also die Schlaufe in der Mitte) geschlungen und zu einer lockeren Schlinge gelegt. 

Verschiebeknoten 5

 

6. Wie vorhin wird das Ende des Bandes jetzt zweimal um die eben entstandene Schlinge geschlungen. Das Ende des Bandes wird also zweimal durch die Schlinge geführt, so wie bei Schritt 1 und 2.

Verschiebeknoten 6

 

7. Jetzt muss der zweite Knoten nur noch festgezogen werden. Um die Länge des Schmuckstücks zu ändern, wird einer der beiden Knoten auf dem Band verschoben. Je nach Position des Knotens wird das Schmuckstück dadurch länger oder kürzer.  

Übrigens:

Die Anleitung beschreibt, wie der Verschiebeknoten geknotet wird. Die Enden des Bandes können so belassen werden wie sie sind. Wurde ein Band verwendet, das im Laufe der Zeit ausfransen könnte, werden die Enden meistens durch einen einfachen Überhandknoten gesichert. Diese Knoten werden geknotet, bevor mit dem Verschiebeknoten begonnen wird. Wer möchte, kann zuvor auch noch kleine Perlen auffädeln und bis an die Enden schieben. So erhält das Schmuckstück einen besonders hübschen Abschluss.

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