Bastelidee – ein Spielzeugtier flechten

Bastelidee: ein Spielzeugtier flechten

Viel mehr als Wolle, eine Kugel, etwas Geschick und ein wenig Zeit braucht es nicht, um lustige Spielzeugtiere zu flechten. Die Tiere aber können sehr vielseitig verwendet werden, beispielsweise als kleines Mitbringsel, als Schlüsselanhänger, als Deko für ein Geschenk, als Verzierung für eine Grußkarte oder eben einfach nur als Spielzeug.

Dabei sind die Tiere recht einfach anzufertigen und eignen sich deshalb als Bastelarbeit für Kinder ebenso wie für den Bastelnachmittag im Seniorenheim. Wer flechten kann und das Prinzip einmal verstanden hat, kann die Basisanleitung zudem beliebig abwandeln und so verschiedenste Tiere und Figuren anfertigen.

Bastelidee: ein Spielzeugtier flechten

Für das Spielzeugtier, das aussieht wie eine Krake, werden

·         Wolle,

·         eine Kugel aus Watte oder Styropor mit etwa 5cm Durchmesser,

·         eine Schere,

·         Klebstoff,

·         etwas Filz, Tonkarton, Wackelaugen zum Aufkleben oder Malstifte und

·         ein Stück Karton, ein Brett, ein breites Lineal, ein Buch oder ein ähnlicher Gegenstand

benötigt.

Gebastelt wird das Spielzeugtier dann folgendermaßen:

1. Die Wollfäden zuschneiden und den Kopf formen.

Für das Tier werden 90 etwa 30cm lange Fäden benötigt. Damit es etwas schneller und einfacher geht und die Fäden nicht alle einzelnen abgemessen und abgeschnitten werden müssen, kommt ein Stück Karton, ein Brett, ein Lineal, ein Buch oder ein ähnlicher Gegenstand mit ausreichend langen Kanten als Hilfsmittel zum Einsatz. Um diesen Gegenstand wird der Wollfaden dann 45 Mal gewickelt. Anschließend werden die Wollfäden oben und unten aufgeschnitten. Dadurch sind dann automatisch 90 gleichlange Fäden vorhanden.

Nun werden die Wollfäden 3 bis 4cm vom oberen Ende entfernt mit einem weiteren Stückchen Wolle zusammengebunden. Dann wird die Kugel so in die Wolle gesteckt, dass sie komplett von den Wollfäden bedeckt ist. Um die Kugel zu fixieren, werden die Wollfäden wieder mit einem Stück Wolle direkt unter der Kugel möglichst fest zusammengebunden. Damit ist der Kopf auch schon fertig.

2. Die Arme flechten.

Das Spielzeugtier erhält nun seine Arme, insgesamt werden es sechs Stück. Für den ersten Arm werden 15 Wollfäden abgezählt. Diese 15 Wollfäden werden dann in drei Stränge aus je fünf Wollfäden aufgeteilt und zu einem Zopf miteinander verflochten. Geflochten wird, indem immer abwechselnd einmal der rechte Strang und einmal der linke Strang über den Mittelstrang gelegt werden. Sind die Wollfäden verflochten, wird der Zopf am unteren Ende mit einem Wollfaden zusammengebunden. Dies wird dann mit den übrigen Wollfäden wiederholt, bis am Ende alle Wollfäden verflochten und sechs Arme fertig sind.

3. Das Tier fertig stellen.

Nun fehlt noch der Feinschliff. Dafür werden zuerst die Wollfäden auf dem Kopf auf eine Länge geschnitten und etwas auseinandergezogen, so dass eine hübsche Frisur entsteht. Anschließend erhält das Tier ein Gesicht. Dieses kann aus Filz oder Pappe ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Möglich ist aber auch, Wackelaugen aus dem Bastelbedarf zu verwenden oder das Gesicht aufzumalen. Wer möchte, kann das Tier nun noch dekorieren, beispielsweise indem er ihm eine Schleife um den Hals bindet oder einen Hut aufsetzt.

Ein paar Tipps und Ideen für Variationsmöglichkeiten

Das Spielzeugtier kann natürlich auch größer oder kleiner angefertigt werden, indem eine andere Kugel gewählt und die Anzahl der Wollfäden erhöht oder verringert wird. Wichtig ist lediglich, dass die Anzahl der Wollfäden, aus denen die Arme geflochten werden sollen, durch 3 teilbar ist.

Selbstverständlich muss das Tier auch nicht unbedingt sechs Arme erhalten, sondern kann auch mit mehr oder weniger Armen gebastelt werden. Wer möchte, kann außerdem farblich passende Pfeifenreiniger in die Arme einflechten. Dadurch werden die Arme steifer und können in die gewünschte Form gebogen werden, beispielsweise wenn statt einer Krake eine Spinne entstehen soll. Daneben ist möglich, Perlen oder kleine Glöckchen in die Arme einzuflechten.

Nach dem gleichen Prinzip lassen sich übrigens sehr viele verschiedene Tiere, Figuren und Spielzeuge anfertigen. Mit einem länglichen Körper und kürzeren Wollfäden kann beispielsweise ein Käfer gebastelt werden. Leicht abgewandelt wiederum kann eine Puppe entstehen.

Dafür wird wie bei der Kranke begonnen. Nachdem der Kopf abgebunden ist, werden ebenfalls 15 Wollfäden abgezählt, in drei Stränge aufgeteilt und zu einem Arm verflochten. Dies wird auf der gegenüberliegenden Seite wiederholt. Die restlichen Wollfäden werden zusammengenommen und in drei Stränge aus jeweils 20 Wollfäden aufgeteilt. Dann werden diese Wollfäden für den Körper drei- bis viermal geflochten.

Anschließend wird eine Hälfte des Mittelstrangs zum linken Strang und die andere Hälfte zum rechten Strang hinzugefügt. Damit sind die Wollfäden dann in zwei Stränge aus jeweils 30 Wollfäden aufgeteilt. Diese Wollfäden werden dann wieder in drei Stränge aus je 10 Wollfäden geteilt und daraus werden die Beine geflochten. Zum Schluss braucht die Puppe nur noch ein Gesicht und eventuell Kleidung.

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