Rand flechten

Einen Rand flechten 

Insgesamt findet das Flechten in vielen Bereichen und in unterschiedlichsten Varianten Anwendung, angefangen beim Flechten von Zöpfen und anderen Flechtfrisuren über das Flechten von Teigen zu beispielsweise Hefezöpfen oder Brezeln bis hin zum Flechten von Korbwaren wie etwa Körben oder Möbeln.

Zudem gibt es nur wenige Materialien, die sich nicht zum Flechten eignen, so dass neben Teigen, Wolle, Garnen und Fäden auch Papier, Leder oder Weide, Binsen, Stroh oder Rattan und Peddigrohr verflochten werden können. Bei einem normalen Zopf wird der Rand nicht gesondert verflochten, sondern entsteht automatisch während des Flechtens. Anders ist es, wenn beispielsweise Körbe oder Untersetzer aus Weide oder Rattan gearbeitet werden.

Um einen Untersetzer zu flechten, werden zunächst sogenannte Staken oder Aufrichter benötigt. Dazu wird das Flechtmaterial in acht Stränge geschnitten und in zwei Vierergruppen zu einem rechtwinkligen Kreuz gelegt. Danach wird ein langer Strang des Flechtmaterials in die Mitte dieses Kreuzes geschoben und die Staken in Runden immer im Wechsel einmal von oben und einem von unten umwickelt. Nach den ersten Runden werden die vier Staken dann in acht Staken geteilt und auf die gleiche Weise umwickelt. Nach einigen weiteren Runden wird dann eine weitere Stake eingearbeitet, indem sie einfach in das Geflecht geschoben wird.

Dies ist deshalb notwendig, weil die Form des Flechtens immer eine ungerade Anzahl an Staken voraussetzt. Nachdem der Untersetzer die gewünschte Größe erreicht hat, werden die überstehenden Staken auf eine Länge von etwa sechs Zentimeter abgeschnitten und anschließend wird der Rand geflochten. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten.

 

So kann man den Rand flechten, indem die Enden der Staken jeweils in den Hohlraum vor der nächsten Stake geschoben werden. Dadurch entsteht ein Rand mit Rundbögen, wobei die Rundung dadurch variiert werden kann, wie tief das Ende der Stake in das Geflecht geschoben wird. Die Anleitung für die zweite Variante besteht darin, das Ende einer Stake vor die nächste Stake zu legen und danach hinter der übernächsten Stake festzuklemmen.

 

Dann wird die zweite Stake, also die, die eben umwickelt wurde, erneut vor ihre nächste Stake gelegt und hinter der übernächsten Stake festegeklemmt. Auf diese Weise wird der gesamte Rand geflochten, wobei generell wichtig ist, dass Weide oder Peddigrohr nur in feuchtem Zustand verarbeitet wird, da die Stränge ansonsten brechen würden.

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