Anleitung zum Flechten eines Rosenkranzes

Anleitung zum Flechten eines Rosenkranzes 

Auch wenn der Rosenkranz gerne auch als interessantes und schönes Schmuckstück getragen wird, so dient er in erster Linie dem Gebet. Seine Bezeichnung leitet sich aus den Bezeichnungen Rosarium oder auch Rosa Mystica ab und in der Ursprungsform handelt sich es dabei um eine Gebetsreihe zu Ehren der Gottesmutter Maria, die sich aus 150 Ave Maria und 15 Vaterunser zusammensetzt.

Der heutige übliche Rosenkranz besteht aus großen und kleinen Perlen die dabei helfen sollen, den Überblick während der Gebetsreihe zu bewahren. Dabei gibt es den Rosenkranz als solches nicht nur in der katholischen Kirche.   

In vielen anderen Religionen wie beispielsweise dem Islam oder dem Buddhismus ist es ebenfalls üblich, mittels Gebetsschnüren, auf denen Perlen aufgereiht sind, zu beten. Einen Rosenkranz selbst zu flechten, ist dabei gar nicht so schwer und anlässlich einer Taufe, einer Kommunion oder einer Hochzeit sicher auch eine schöne Geschenkidee.  

 

Hier nun also die Anleitung zum Flechten eines Rosenkranzes:

 

Benötigte Materialien

Für den Rosenkranz werden ein Kreuz, etwa 2m dünne Schnur oder Nylonfaden sowie ein dünnes Röhrchen zum Knüpfen der Knoten benötigt.

Als Röhrchen können beispielsweise der Mittelteil eines Wattestäbchen oder eine leere Kugelschreibermine verwendet werden.

Wer möchte, kann außerdem auch eine Medaille einarbeiten. Der wichtigste Bestandteil des Rosenkranzes sind jedoch die Perlen. Benötigt werden insgesamt 59 Perlen, entweder alle in der gleichen Größe oder 50 kleine und 9 größere Perlen.  

 

Anleitung für die Perlen

Früher wurden die Perlen aus Rosenblättern hergestellt, um die Rosensymbolik zu unterstreichen. Wer solche Perlen für seinen Rosenkranz selbst herstellen möchte, kann dies problemlos tun, benötigt hierfür allerdings etwas Zeit. Zunächst werden Rosenblätter sehr fein geschnitten oder in einem Mixer zerkleinert.

Anschließend werden die Blätter in einen emaillierten oder einen gusseisernen Topf gegeben und es wird soviel Wasser eingefüllt, dass die Rosenblätter gerade so bedeckt sind. Dann muss die Mischung auf kleiner Flamme erhitzt werden, bis eine dicke, formbare Masse entsteht, was je nach Menge einige Stunden dauern kann. Die fertige Masse wird nun in ein Sieb gegossen, das mit einem Tuch ausgelegt ist, und das Wasser herausgerückt. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, kann der Masse etwas Gummiarabicum beigemischt werden.

Aus der Rosenmasse wird nun eine Rolle geformt, diese Rolle in Scheiben geschnitten und daraus werden dann die Perlen gerollt. Die Perlen sind nach dem Trocknen jedoch rund ein Drittel kleiner, so dass sie entsprechend größer geformt werden müssen.

Zum Trocknen werden die Perlen auf Zahnstocher aufgespießt, wodurch dann auch gleichmäßige Löcher zum späteren Auffädeln entstehen. Die Trocknungszeit erstreckt sich über mehrere Tage und damit die Perlen nicht an den Zahnstochern festkleben, sollten sie immer mal wieder etwas gedreht werden. Wenn die Perlen trocken und sehr hart sind, können sie zum Rosenkranz weiterverarbeitet werden.    

 

Anleitung für den Rosenkranz

Zuerst wird das Kreuz aufgefädelt. Dabei bleibt das kurze Ende der Schnur etwa 2cm lang. Nun wird das Röhrchen so angelegt, dass es parallel zu den beiden Enden der Schnur liegt. Das lange Ende der Schnur wird dann achtmal fest um das Röhrchen und das kurze Schnurende gewickelt.

Anschließend wird die Wicklung mit einer Hand festgehalten und mit der anderen Hand wird das lange Ende der Schnur durch das Röhrchen hindurchgeschoben, so dass es ein Stück weit herausschaut. Jetzt wird das Röhrchen herausgezogen, das lange Ende der Schnur vollständig durch die Wicklung gezogen und der entstandene Knoten sehr fest angezogen.Nun wird eine große Perle aufgefädelt und ein weiterer Knoten gesetzt.

 

Darauf folgen dann drei weitere große Perlen, die Glaube, Liebe und Hoffnung symbolisieren. Anschließend wird ein weiterer Knoten gebunden. Danach folgt eine weitere große Perle und wer möchte, kann hier nun auch die Medaille auffädeln. Zwischen dieser Perle und dem nächsten Knoten bleibt nun etwa ein Zentimeter Abstand, denn hier wird der Rosenkranz später zum Kranz geschlossen. Nun folgen immer im Wechsel zehn kleine Perlen für das Ave Maria, ein Knoten, eine große Perle für das Vaterunser und wieder ein Knoten. Das ganze wird fünfmal wiederholt.

Danach sind alle Perlen verarbeitet und zum Schluss wird die Kette, die mit einem Knoten endet, zu einem Kranz geschlossen. Dazu werden dieser letzte Knoten sowie der Knoten nach der fünften Perle und der Medaille nebeneinander gehalten.

Der letzte Knoten wird nun an der Stelle platziert, an der der ein Zentimeter lange Abstand freigelassen wurde. Anschließend wird das restliche Ende der Schnur abgeschnitten und, je nach verwendeter Schnur, vorsichtig mithilfe eines Feuerzeuges verschmolzen.

 

Weiterführende Flechttechniken, Anleitungen und Vorlagen:

 

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