Hefezopf aus sechs Strängen

Rezept und Anleitung für einen Hefezopf aus sechs Strängen 

Der Hefezopf ist ein Gebäck, das sich durch seine besondere Form kennzeichnet. Anders als ein normales süßes Brot aus Hefeteig wird der Hefezopf nämlich kunstvoll geflochten.

Traditionell gehört der Hefezopf zum Frühstück oder zur Kaffeetafel an Ostern unbedingt dazu, je nach Region wird er aber beispielsweise auch zu Neujahr und zu einer Taufe gebacken. Davon abgesehen schmeckt der Hefezopf aber das ganze Jahr über sehr gut, so dass es keinen Grund gibt, ihn nicht auch einfach nur so und ohne besonderen Anlass zu backen.  

 

Aus wie vielen Strängen der Zopf geflochten wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen, genauso wie der Bäcker entscheiden kann, ob er den Hefezopf als Zopf belässt oder ob er ihn zum Kranz schließt.

 

 

Für diejenigen, die ein richtiges Kunstwerk auf den Tisch zaubern möchten, hier das Rezept und die Anleitung für einen Hefezopf aus sechs Strängen: 

 

Die Zutaten

Für den Hefezopf werden folgende Zutaten verarbeitet:

·         250ml Milch
·         1 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
·         500g Mehl
·         6 Esslöffel Zucker
·         8 Esslöffel Öl
·         1 Esslöffel Quark oder Butter
·         die abgeriebene Schale von einer Zitrone
·         etwas Salz
·         1 Eigelb und etwas Milch

Wer möchte, kann den Hefezopf außerdem mit Rosinen, Schokolade oder Nüssen verfeinern und vor dem Backen mit Hagelzucker, Mandelblättchen oder Krokant bestreuen.   

 

Die Zubereitung:

 

1. Den Teig zubereiten

Zuerst wird die Milch leicht erwärmt, bis sie lauwarm ist. In die lauwarme Milch wird dann die Hefe hineingebröselt und gut verrührt. Das Mehl, der Zucker, das Öl, der Quark, die Zitronenschale sowie eine Prise Salz werden nun in eine große Schüssel gegeben.

Dazu wird dann die Hefemilch gegossen und die Zutaten werden zu einem Teig verknetet. Wer Trockenhefe verwendet, muss die Hefe nicht extra in der Milch auflösen, sondern kann die Hefe direkt in die Schüssel geben. Der Teig muss nun solange geknetet werden, bis er sich vom Schüsselrand löst. Wer möchte, kann den Teig noch mit Rosinen, Schokolade oder Nüssen verfeinern.

Dazu wird der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche gelegt und die Zutaten werden untergeknetet. Danach wandert der Teig zurück in die Schüssel und muss nun zugedeckt an einem warmen Ort gehen, bis sich sein Volumen etwa verdoppelt hat.   

 

2. Den Zopf flechten

Wenn der Teig aufgegangen ist, wird er auf der bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kräftig durchgeknetet. Dann wird der Teig in sechs gleichgroße Portionen aufgeteilt und die Portionen werden zu gleichmäßig langen und breiten Strängen gerollt.


Das Flechten des Zopfes klingt in der Theorie vielleicht recht kompliziert und aufwändig. In der Praxis ist es aber wirklich nicht allzu schwer, wenn die Anleitung Schritt für Schritt nachgearbeitet wird.

1.      
Die sechs Stränge werden mit etwas Abstand zueinander senkrecht nebeneinander auf die Arbeitsfläche gelegt und am oberen Ende miteinander verbunden. Dazu werden die Enden zusammengenommen und fest zusammengedrückt. 

2.      
Der rechte Außenstrang, also der Strang, der ganz rechts außen liegt, wird über alle anderen Stränge hinweg auf die linke Seite gelegt.

3.      
Der linke Außenstrang wird jetzt über die anderen Stränge hinweg ganz nach rechts gelegt.

4.      
Nun wird der linke Außenstrang in die Mitte gelegt, so dass dieser Strang jetzt der dritte Strang von links ist.

5.      
Der zweite Strang von rechts wird jetzt ganz nach links gelegt.

6.      
Als nächstes wird der rechte Außenstrang in die Mitte gelegt, so dass er jetzt der dritte Strang von rechts ist.

7.      
Nun wird der zweite Strang von links ganz auf die rechte Seite gelegt.

8.      
Der linke Außenstrang wandert nun in die Mitte und wird zum dritten Strang von links.

9.      
Der zweite Strang auf der rechten Seite wird jetzt ganz nach links gelegt.

10.   
Anschließend wird der rechte Außenstrang in die Mitte gelegt und wird damit zum dritten Strang von rechts.

11.   
Damit ist die erste Flechtung abgeschlossen.

 

Sind die Teigstränge nun nur noch kurz, werden sie am unteren Ende fest zusammengedrückt. Sind die Teigstränge noch länger, wird die Flechtung ab Schritt 2 wiederholt.

Der fertig geflochtene Zopf wird nun auf ein Backblech gesetzt, das entweder gefettet oder mit Backpapier belegt ist. Dann muss der Zopf abgedeckt etwa eine weitere halbe Stunde lang ruhen. 

 

3. Den Zopf backen

Während der Hefezopf ruht, wird der Backofen auf 180 Grad vorgeheizt. Das Eigelb wird nun verquirlt und mit einem Schuss Milch verrührt. Mit dieser Mischung wird der Hefezopf eingepinselt, denn dadurch erhält er seine glänzende, goldbraune Farbe.

Wer möchte, kann den Hefezopf nun noch mit Hagelzucker, Mandelblättchen oder Krokant bestreuen. Dann wird der Hefezopf etwa eine halbe Stunde lang gebacken.

 

Weiterführende Flechtarbeiten und Flechttechniken:

Thema: Rezept und Anleitung für einen Hefezopf aus sechs Strängen 

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