Flechtanleitungen mit Gipsbinden

Flechtanleitungen und Bastelideen mit Gipsbinden 

Im Zusammenhang mit dem Begriff Flechten denken viele sicherlich im ersten Moment an Haare und Zöpfe sowie an Flecht- und Bastelarbeiten wie beispielsweise Gürtel, Armbänder und Kordeln aus Leder-, Stoff- und Kunststoffschnüren.

Außerdem haben viele sicherlich Korbwaren, Rattanmöbel und ähnliche Gegenstände aus Weide, Rattan oder auch Papierstreifen vor Augen. An Gipsbinden als Flechtmaterial denken vermutlich die wenigsten, aber auch aus Gipsbinden können die unterschiedlichsten Flechtarbeiten angefertigt werden.   

 

Die Verarbeitung von Gipsbinden ist recht einfach und Gipsbinden können auch mit anderen Materialien kombiniert werden.  

 

Wer nun auch einmal mit Gipsbinden flechten und basteln möchte, findet im Folgenden einige Flechtanleitungen und Bastelideen mit Gipsbinden:  

 

Grundlegendes zur Verarbeitung von Gipsbinden

Gipsbinden gibt es beispielsweise in der Apotheke in unterschiedlichen Längen und Breiten zu kaufen. Die Gipsbinden werden kurz in warmes Wasser getaucht und im nassen Zustand verarbeitet. Um mit den Gipsbinden zu modellieren, beispielsweise um Masken oder Gipsabdrücke anzufertigen, können die Binden vor dem Wässern in kurze Stücke geschnitten werden.

Allgemein gilt, dass für solche Bastelarbeiten immer mindestens drei Lagen Gips übereinander gelegt werden sollten, damit die Kunstwerke später auch tatsächlich hart und fest genug sind. Nach etwa zwei bis drei Tagen ist der Gips komplett ausgehärtet und kann anschließend weiterbearbeitet und bemalt werden. Beim Herstellen von Flechtarbeiten werden die Gipsbinden schon vor dem Wässern verflochten. Dies liegt daran, dass es nur bedingt möglich ist, nasse Gipsbinden zu flechten, da die Binden aneinanderkleben und sich nur recht schwer auseinanderziehen lassen.

Bevor die Bastelarbeit beginnt, werden die Gipsbinden also zu einem Zopf geflochten, der ganz nach Geschmack aus zwei, drei oder auch mehr Strängen bestehen kann. Der Zopf wird anschließend kurz in eine Schüssel mit warmem Wasser gelegt und dann verarbeitet. Überschüssiges Wasser beim Herausnehmen wird aber nicht ausgedrückt, denn dadurch würde auch Gips abgestreift werden. Die Basis für die geflochtenen Gipsarbeiten bildet ein Gerüst, auf das die Gipsbinden aufgebracht werden. Als Gerüst eignen sich Gefäße wie Schüsseln oder Gläser, zusammengeknülltes Zeitungspapier, Drahtgebilde, Watte, Pappe, Karton oder Gebilde aus Alufolie.

Das Gerüst wird dann mit einer Trennschicht aus beispielsweise Frischhaltefolie verkleidet, wobei die Folie zwei Funktionen hat. Zum einen verhindert sie, dass wasserempfindliche Materialien durch den Kontakt mit den nassen Binden in sich zusammenfallen, zum anderen lässt sich die Flechtarbeit so später leichter abnehmen.   

 

Anleitung: eine Schale aus Gipsbinden flechten

Für eine Schale aus geflochtenen Gipsbinden bildet eine Schüssel das Grundgerüst, die auf der Außenseite mit Frischhalte- oder Alufolie umwickelt wird. Die Schüssel wird so auf der Arbeitsfläche positioniert, dass ihre Standfläche nach oben zeigt. Dann werden die Gipsbinden zu einem Zopf verflochten und der Zopf kurz in Wasser getaucht.

Besonders schön sieht ein Zopf aus drei Strängen aus, denn dadurch wirkt die Schale später wie ein geflochtener Korb. Nun wird ein Ende des Zopfes aus dem Wasser gehoben und der Zopf aus Gipsbinden wie eine Schnecke um die Schüssel gelegt. Begonnen wird dabei in der Mitte der Standfläche und von hier aus wandert der Zopf dann reihum um die gesamte Schüssel. Ist die gesamte Schüssel verkleidet, muss der Gips einige Minuten lang antrocknen.

Nach etwa einer halben Stunde kann die Schale vorsichtig von der Schüssel abgenommen und die Folie entfernt werden. Dann muss der Gips vollständig aushärten und kann anschließend bemalt werden.   

 

Anleitung: eine Leuchtkugel aus geflochtenen Gipsbinden basteln

Für eine Leuchtkugel werden neben den Gipsbinden ein Luftballon und eine einfache Lichterkette benötigt. Auch hier werden die Gipsbinden wieder zu einem Zopf verflochten. Das Grundgerüst für die Leuchtkugel bildet ein Luftballon, der so groß aufgeblasen wird, wie die Leuchtkugel später werden soll.

Die verflochtenen Gipsbinden werden nun um den Luftballon gelegt, so dass ein Flechtgewebe entsteht. Das bedeutet, der Gipsbindenzopf deckt den Luftballon nicht vollständig ab, sondern es verbleiben immer wieder kleinere Zwischenräume.

Wenn der Gips nach einigen Minuten etwas ausgehärtet ist, wird der Luftballon einfach durchgestochen und kann aus dem Gebilde herausgezogen werden. Nach dem vollständigen Durchtrocknen kann die Lichterkette dann durch eine der Öffnungen in die  Kugel geführt werden. 

 

Anleitung: einen Notizzettelhalter aus Gipsbinden anfertigen

Der Notizzettelhalter besteht aus einem Sockel und einer Zettelhalterung aus Draht. Als Gerüst für den Sockel können ein Glas oder auch eine kleine Box aus Holz oder Pappe verwendet und mit den verflochtenen Gipsbinden ummantelt werden.

Für die Halterung wird etwas stabiler Aludraht zurechtgebogen und mittig in die Oberseite des Sockels gesteckt.  

 

 

Anleitung: einen Mini-Pantoffel aus Gipsbinden basteln

Der Mini-Pantoffel kann vielseitig eingesetzt werden, beispielsweise als kleines Mitbringsel bei einer Wohnungseinweihung oder als Dekoration im Flur. Daneben kann der Mini-Pantoffel aufgehängt als Handy- oder Schlüsselaufbewahrung dienen oder als kleine Spardose gearbeitet werden.

Für den Mini-Pantoffel werden ein Stück Pappkarton als Schablone für die Sohle und etwas zusammengeknülltes, zu einer Halbkugel geformtes Papier als Gerüst für den Fußteil benötigt. Der Pantoffel wird anschließend auf den verflochtenen Gipsbinden geformt, indem das Grundgerüst mit den Gipszöpfen ummantelt wird.

Wenn der Gips ausgehärtet ist, wird das Papier entfernt, danach kann der Mini-Pantoffel bemalt werden. 

 

Weiterführende Vorlagen und Anleitungen zum Flechten:

Thema: Flechtanleitungen und Bastelideen mit Gipsbinden 

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