Zwiebelzopf flechten

Zwiebelzopf flechten 

 

Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich bei einem Zwiebelzopf um einen Zopf, der aus Zwiebeln besteht. Während Zwiebelzöpfe heute allerdings in erster Linie dazu hergestellt werden, um Zwiebeln auf eine dekorative Art und Weise aufbewahren zu können, hatten sie im europäischen Brauchtum noch eine weitere Bedeutung.

So ging man davon aus, dass die Zwiebel über besondere Kräfte verfüge, die Unheil und Krankheiten fernhalten konnte, weshalb Zwiebelzöpfe im Haus und im Stall aufgehängt wurden. Um einen Zwiebelzopf zu flechten, gibt es zwei Möglichkeiten.

Bei der ersten Variante wird der Zwiebelzopf wie ein Französischer Zopf geflochten, wobei hierzu das Zwiebelkraut mindestens zehn Zentimeter lang sein muss. Im ersten Schritt werden drei Zwiebelknollen nebeneinander gelegt und das Kraut einmal miteinander verflochten.

 

Anleitung zum Zwiebelkopf flechten

 

Dazu wird der rechtsliegende Krautstrang über den mittleren Krautstrang gelegt, danach der linksliegende Krautstrang über den mittleren und dann wieder der rechte Strang über den mittleren Strang. Nun wird die nächste Knolle eingearbeitet, indem sie auf die rechte Außenseite des Zopfes gelegt und das Kraut dieser Knolle zusammen mit dem rechten Strang verflochten wird.

Im nächsten Schritt wird eine neue Knolle zum linken Strang und danach die nächste Knolle dann dem mittleren Krautstrang hinzugefügt. Der Zopf wird dann solange weitergeflochten, bis alle Knollen eingeflochten sind und zum Abschluss mit Draht fixiert.

Die zweite Variante bietet sich dann an, wenn das Zwiebelkraut nicht lang genug ist, um es auf herkömmliche Art zu flechten. In diesem Fall kann man den Zwiebelzopf flechten, indem man sich mit zwei Schnüren behilft. Hier beginnt die Anleitung damit, dass zunächst drei Knollen mit der einen Schnur zusammengebunden werden.

 

Diese Schur bildet das Grundgerüst für den Zopf und alle weiteren Knollen werden an dieser Schnur befestigt. Dazu nimmt man eine neue Knolle, legt sie auf die Schur und umwickelt ihr Kraut möglichst nah am Ansatz mit der zweiten Schnur.

Auf diese Weise wird immer weiter gebunden, bis der Zopf die gewünschte Länge erreicht hat, es werden also neue Knollen eingeflochten, indem eine Knolle auf den bestehenden Strang gelegt und mit der zweiten Schnur umwickelt wird. Von Zeit zu Zeit sollte die Bindeschnur dabei verknotet werden, damit der Zopf stabiler wird. Je dichter die Knollen angesetzt werden, desto voller und gleichmäßiger wird der Zopf, weshalb es ratsam ist, die Knollen spiralförmig anzuordnen, eine neue Knolle also immer leicht versetzt unterhalb der vorhergehenden Knolle anzulegen.

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Thema: Zwiebelzopf flechten

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