Anleitung: modernes Acrylbild mit Fadennetz

Anleitung: modernes Acrylbild mit Fadennetz

Viele möchten gerne malen, trauen sich aber nicht so richtig heran. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund, sich schüchtern zurückzuhalten. Natürlich braucht es ein wenig Übung, bis bildliche Motive und kleine Feinheiten perfekt gelingen. Aber mit der richtigen Technik können selbst blutige Anfänger grandiose Meisterwerke erschaffen.

Anleitung modernes Acrylbild mit Fadennetz

Eine solche Idee stellen wir in dieser Anleitung vor. Dabei sorgt ein Fadennetz dafür, dass ein modernes Acrylbild in origineller Optik entsteht.

Acrylfarben sind deshalb die beste Wahl, weil sie die verschiedensten Techniken erlauben und in der Handhabung sehr unkompliziert sind. Gerade für experimentelle Malereien sind sie ideal geeignet. Und für die ersten Versuche müssen es auch nicht gleich die hochwertigsten Künstlerfarben sein. Kostengünstige Acrylfarben vom Discounter reichen völlig aus.

Die Materialien für ein modernes Acrylbild mit Fadennetz

  • Leinwand
  • Acrylfarben in mindestens drei verschiedenen Farbtönen
  • Pinsel
  • kleine Malerrolle aus Schaumstoff
  • dünne Schnur oder dickeres Garn
  • Klebeband

Die Anleitung für ein modernes Acrylbild mit Fadennetz

Obwohl die Technik bei diesem Acrylbild sehr einfach umzusetzen ist, entstehen wirklich tolle und einzigartige Kunstwerke. Auch Malanfänger, die zum ersten Mal mit Acrylfarben arbeiten, erzielen eindrucksvolle Ergebnisse.

Und weil ein Bild recht schnell fertig ist, können auf diese Weise auch Last-Minute-Geschenke angefertigt werden. Übrigens: Wer sich nicht gleich an eine Leinwand herantraut oder experimentieren möchte, kann als Malgrund auch dickere Malpappe verwenden. Aber genug der Vorrede – jetzt wird gemalt!

  1. Schritt: den Hintergrund gestalten

Zuerst wird der Hintergrund des Acrylbildes angelegt. Damit das Fadennetz-Muster später optimal zur Geltung kommt, eignet sich ein abstrakter Hintergrund mit Farbverläufen am besten. Wichtig wäre außerdem, dass die Farben recht kräftig sind und einen guten Kontrast zu der Farbe bilden, die später als Vordergrundfarbe aufgetragen wird.

Eine schöne Farbkombination ist zum Beispiel ein Hintergrund in Blau und Grün mit Weiß als Farbe für den Vordergrund oder ein Hintergrund in verschiedenen Rottönen und Gelb als Vordergrundfarbe.

Wird der Hintergrund mit zwei Farben gestaltet, geht der Maler am besten so vor: Zuerst bemalt er mit dem helleren Farbton ungefähr die Hälfte der Bildfläche. Ob er den Malgrund dabei waagerecht, senkrecht oder diagonal aufteilt, bleibt natürlich seinem Geschmack überlassen. Der Farbauftrag muss auch nicht unbedingt gleichmäßig sein.

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Dann nimmt er die zweite, dunklere Farbe und malt damit dort, wo die beiden Farben ineinander übergehen sollen, in die erste, noch feuchte Farbe hinein. Anschließend bemalt er die andere Bildhälfte in der zweiten Farbe. Um einen sanften Übergang und schöne Farbeffekte zu erzielen, trägt der Maler nun weitere Farbschichten auf.

Dabei arbeitet er in der ersten Bildhälfte hauptsächlich mit der ersten Farbe und fügt nur wenig von der zweiten Farbe hinzu. In der anderen Bildhälfte arbeitet er genau andersherum. Auf diese Weise vermischen sich die Farben miteinander. Es entstehen sanfte Farbübergänge und schöne Mischfarben in verschiedenen Nuancen. Wichtig ist aber, dass der Maler seinen Pinsel zwischendurch immer wieder auswäscht und abtrocknet, damit er saubere Farbe aufs Bild bringt.

Mag es der Maler lieber bunt, kann er selbstverständlich auch mehrere Farbübergänge gestalten oder mehr Farben verwenden. Und er kann sogar ganz abstrakt malen, indem er einfach verschiedene Farbtöne auf den Malgrund kleckst und die Farbkleckse dann mit dem Pinsel zu einer geschlossen Farbfläche verbindet. Dabei sollte der Maler aber möglichst nur einmal mit dem Pinsel über den Malgrund fahren, damit die einzelnen Farben als Spuren sichtbar bleiben.

Gefällt der Hintergrund, müssen die Farben trocknen. Bei Acrylfarben geht das aber sehr schnell.

  1. Schritt: das Fadennetz spannen

Nun kommt die Schnur zum Einsatz. Am besten befestigt der Maler das Ende der Schnur zuerst mit einem Stück Klebeband auf der Rückseite. Dann wickelt er die Schnur um das Bild herum. Die Fäden dürfen ruhig senkrecht, waagerecht und diagonal verlaufen.

Am Ende soll sich ein Fadennetz über das Bild spannen. Je dichter das Geflecht ist, desto mehr Hintergrund schimmert später durch. Damit die Schnur in Position bleibt, wird auch das andere Ende auf der Bildrückseite mit Klebeband befestigt.

  1. Schritt: das Fadennetz übermalen

Dann taucht der Maler die Schaumstoffrolle in Acrylfarbe, streift sie kurz ab und rollt damit über sein Bild. Ist die Farbe in der Rolle aufgebraucht, nimmt der Maler neue Farbe auf. Auf diese Weise arbeitet er weiter, bis er die ganze Malfläche eingefärbt hat. Da der Farbauftrag nicht gleichmäßig deckt – und das ist so gewollt! – entstehen viele kleine Felder in verschiedenen Schattierungen.

Jetzt muss der Maler das Fadennetz nur noch entfernen. Sobald die Schnüre weg sind, wird das Ergebnis sichtbar. Damit ist das Bild fertig. Es sei denn, der Maler möchte ein weiteres Mal Fäden spannen und noch eine Farbschicht gestalten…

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