Anleitung: Balkonbank mit geflochtener Sitzfläche

Anleitung: Balkonbank mit geflochtener Sitzfläche

Eine Sitzbank auf dem Balkon ist zweifelsohne praktisch. Doch viele Sitzbänke sehen ziemlich langweilig aus. Andererseits sind Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände in Web- oder Flechtoptik schon seit einiger Zeit schwer angesagt.

Warum also nicht beides miteinander verbinden und eine einfache Balkonbank mit einer geflochtenen Sitzfläche aufpeppen? Wir erklären, wie es geht!

 

Die Materialien für die Balkonbank

  • für die Bank: 5er-Kanthölzer, ein 2 cm starkes Brett für die Sitzfläche, Schrauben und Winkel
  • Wachstuch, Markisenstoff oder Polyestergurte
  • Tacker und Tackernadeln
  • Als Werkzeuge kommen außerdem die Bohrmaschine, der Akku-Schrauber, die Säge, die Schere oder ein Rollschneider, das Maßband und ein Bleistift zum Einsatz.

Die Anleitung für eine Balkonbank mit geflochtener Sitzfläche

Wir bauen die Balkonbank komplett selbst. Wer sich das nicht zutraut oder sich die Arbeit nicht machen möchte, kann aber selbstverständlich auch auf eine gekaufte Sitzbank zurückgreifen.

Und dabei darf es ruhig ein ganz einfaches und kostengünstiges Modell sein. Denn die chice Optik entsteht ohnehin durch die geflochtene Sitzfläche. Auf diese Weise kann natürlich auch eine bereits vorhandene Bank, die langweilig aussieht oder schon deutliche Gebrauchsspuren hat, aufgepeppt werden.

 

  1. Schritt: die Balkonbank bauen

Die Balkonbank ist bewusst schlicht und einfach gehalten. Sie besteht aus Kanthölzern, die zum Gestell zusammengeschraubt werden. Ein Brett bildet dann die Sitzfläche.

Für das Gestell werden die 5 x 5 cm starken Kanthölzer wie folgt zugesägt:

  • 4 Beine, je 43 cm lang
  • 4 kurze Querstreben, je 20 cm lang
  • 2 lange Querstreben, je 90 cm lang

Nun werden zuerst zwei Beine und zwei kurze Querstreben miteinander verbunden. Dabei wird die untere Querstrebe mit 5 cm Abstand zum Boden befestigt. Die obere Querstrebe schließt bündig mit den Beinen ab. Die Verbindungen werden mit Schrauben gearbeitet und zusätzlich dazu mit Winkeln stabilisiert. Eine Seite der Sitzbank ist damit auch schon fertig. Die beiden anderen Beine und die beiden Querstreben werden genauso zusammengebaut.

Zwischen die beiden Beinkonstruktionen werden dann die beiden langen Querstreben montiert. Auch sie schließen bündig mit den Beinen ab. Als Sitzfläche wird nun noch ein 105 cm x 35 cm großes Brett auf das Gestell geschraubt. Dabei steht das Brett an allen Seiten 2,5 cm über. Insgesamt ist unsere Sitzbank damit 105 x 35 x 45 cm groß.

[Sitzbank 1]

Sitzbank bauen

 

  1. Schritt: das Material für die Sitzfläche zuschneiden

Nun werden die Streifen für die Sitzfläche zugeschnitten. Wie viele Streifen benötigt werden, hängt von der Größe der Sitzfläche und davon ab, wie breit die Streifen werden sollen. Generell sieht es aber immer gut aus, wenn die Streifen zwischen 3 und 4 cm breit sind.

Zugeschnitten werden zum einen kurze Streifen. Sie verlaufen parallel zu den kurzen Seiten der Sitzbank. Damit die Streifen an der Unterseite der Sichtfläche befestigt werden können, werden sie 6 cm länger zugeschnitten als die Sitzfläche tief ist. Bei unserer Beispielbank müssten die kurzen Streifen also 41 cm lang sein. Zum anderen werden lange Streifen benötigt, die parallel zu den langen Kanten der Sitzbank verlaufen. Auch diese Streifen werden 6 cm länger zugeschnitten.

Tipp: Wird ein vergleichsweise dünnes Material verarbeitet, sollten die Streifen an den Enden eingeklappt werden. Dadurch liegt das Material doppelt und die Gefahr, dass es durch die Belastung einreißt, besteht nicht. Die Streifen müssen dann aber natürlich noch etwas länger zugeschnitten werden.

 

  1. Schritt: die Streifen an der Bank befestigen

Um die Streifen zu befestigen, ist es am einfachsten, wenn die Sitzbank umgedreht, also mit den Beinen nach oben auf der Sitzfläche abgelegt wird. Dann wird ein langer Streifen genommen, mit der Vorderseite (also der schönen Sichtseite) nach oben etwa 1 cm vom Rand entfernt auf die Sitzflächenunterseite gelegt und mit Nadeln angetackert.

Dann wird der zweite lange Streifen genommen, daneben angelegt und ebenfalls befestigt. So wird weitergearbeitet, bis die schmale Seite der Sitzfläche komplett mit Streifen bedeckt ist. Ratsam ist, zwischen den einzelnen Streifen einen kleinen Abstand von etwa 1 mm zu lassen. Sonst könnten sich beim Flechten später unschöne Wülste ergeben.

Ist eine Seite fertig, werden die langen Streifen über die Sitzfläche hinweg auf die andere kurze Sitzbankseite gezogen und dort ebenfalls mit Tackernadeln befestigt. Damit ist die Sitzfläche mit den langen Streifen komplett bedeckt.

[Sitzbank 2]

Sitzbank flechten

 

  1. Schritt: die Streifen flechten

Als nächstes sind die kurzen Streifen an der Reihe. Um sie einzuflechten, wird die Sitzbank wieder richtig hingestellt. Dann wird der erste kurze Streifen genommen und parallel zu einer schmalen Seitenkante immer abwechselnd einmal über und einmal unter den langen Streifen durchgeschoben. Der zweite Streifen wird gegengleich eingearbeitet. Das heißt: Dort, wo der erste Streifen über den langen Streifen verläuft, verläuft der zweite Streifen unter den langen Streifen und umgekehrt. Auf diese Weise entsteht das Webmuster.

Sind alle Streifen eingeflochten, können sie noch einmal ausgerichtet werden. Anschließend werden auch die kurzen Streifen auf der Unterseite der Sitzfläche festgetackert. Damit ist die Balkonbank fertig!

Tipp: Bei einigen Sitzbänken und auch bei Hockern steht die Sitzfläche nicht über. In diesem Fall können die Streifen an den schmalen Außenkanten befestigt werden. Um die Tackernadeln zu kaschieren, können Polsternägel oder auch einfache Reißzwecken ins Holz gedrückt werden. Eine andere Möglichkeit ist, die Streifen unsichtbar mit Alleskleber zu befestigten.

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