Anleitung für eine Blumenampel

Anleitung für eine Blumenampel 

Sie war schon in den 1970er- und 1980er-Jahren schwer in Mode und feiert nun ihr großes Comeback: die Blumenampel. Anders als früher, als Blumenampeln gerne aus robusteren Garnen, in eher dunklen Farben und mit rustikalen Makrameeknoten gefertigt wurden, sind die modernen Versionen aber heller und wirken leichter.

Und eine solche Blumenampel lässt sich ganz einfach selbst flechten. Wie das geht, erklärt die folgende Anleitung – und keine Sorge, es klingt in der Theorie viel schwieriger, als es ist!

 

Die Materialien für eine Blumenampel

  • ·         Garn nach Wunsch, z.B. T-Shirt-Garn, Kordel, Schnur oder Schleifenband
  • ·         1 Ring aus Holz oder Metall, z.B. Gardinen- oder Schlüsselring
  • ·         Schere
  • ·         Maßband 
  • ·         Blumentopf mit Pflanze

 

[Foto Blumenampel 1]

Blumenampel

 

Anleitung für eine Blumenampel

1. Schritt: die Schnüre zuschneiden und am Ring befestigen

Als erstes werden die Schnüre für die Blumenampel zugeschnitten. Da die Schnüre noch miteinander verflochten und verknotet werden, reduziert sich ihre endgültige Länge. Ratsam ist deshalb, die Schnüre eher großzügig zu bemessen. Kürzen lassen sie sich später schließlich immer noch.

In dieser Anleitung werden die Schnüre im oberen Bereich zu runden Viererzöpfen verflochten. Dieses Flechtmuster sieht nicht nur dekorativ aus, sondern erinnert durch die runde Optik an ein Seil. Da für die Blumenampel vier solcher Zöpfe geflochten werden und jeder Zopf aus vier Strängen besteht, werden insgesamt 16 Stränge benötigt. Nun würde es aber nicht sehr ansprechend aussehen, wenn die Blumenampel oben einen dicken Knoten hätte. Deshalb werden die Schnüre doppelt so lang zugeschnitten und in der Mitte zusammengefaltet.

Für die Blumenampel werden nun also acht jeweils vier Meter lange Schnüre abgeschnitten. Die Schnüre werden dann durch den Ring gefädelt und so zurechtgezogen, dass die Mitte der Schnüre innen auf dem Ring aufliegt.

Anschließend werden die Schnüre unter dem Ring zusammengenommen und mit einem unsichtbaren Knoten fixiert. Für diesen Knoten wird ein kurzes Stück Schnur zu einer Schlaufe geformt und so auf die langen Schnüre gelegt, dass die Schlaufe nach unten und die offenen Enden nach oben zeigen. Dann wird das rechte Ende der Schnur in ein paar Windungen gegen den Uhrzeigersinn um die langen Schnüre gewickelt. Der Rest der Schnur, mit der eben gewickelt wurde, wird nun von oben nach unten durch die Schlaufe geführt. Dadurch zeigt jetzt ein Ende dieser Schnur nach unten und das andere Ende nach oben. Wenn nun an beiden Enden gezogen wird, zieht sich der Knoten zusammen. Wenn dabei gleichzeitig am oberen Ende etwas stärker gezogen wird, schiebt sich der Knoten unter die Wicklungen und verschwindet. Die überstehenden Enden müssen dann nur noch abgeschnitten werden.

Eine ausführlichere Erklärung des Knotens mit Bild gibt es hier. Und wem dieser Knoten zu aufwändig ist, der kann die Schnüre unterhalb des Rings selbstverständlich auch ganz normal mit einem großen Knoten sichern.

 

2. Schritt: die Schnüre flechten

Nun werden die Schnüre in vier Gruppen aus jeweils vier Strängen aufgeteilt. Dann beginnt das Flechten. Das Schema für den runden Vierzopf lautet: unter zwei Stränge und über einen Strang zurück. Dieses Schema wird fortlaufend wiederholt, und zwar immer abwechselnd einmal von rechts und einmal von links.

Los geht’s mit der ersten Viergruppe:

·         Zuerst wird der äußerste rechte Strang unter den beiden Mittelsträngen nach links gelegt.

·         Dann wird dieser Strang über einen Strang hinweg wieder zurück nach rechts gelegt. Der Strang wird also über seinen rechten Nachbarstrang geführt.

·         Der eben verflochtene Strang ist damit jetzt der zweite Strang von rechts.

·         Nun geht es auf der linken Seite weiter. Hier wird der linke Außenstrang wieder erst unter den beiden Mittelsträngen nach links und dann über einen Strang wieder zurück nach rechts gelegt. Danach ist der ehemals linke Außenstrang der zweite Strang von links.

Dieses Schema wird fortlaufend wiederholt. Beim nächsten Flechtschritt wird also wieder von rechts geflochten, danach erneut von links. Und bei jeder Flechtung wird der jeweilige Außenstrang unter die zwei mittleren Stränge und über einen Strang wieder zurück gelegt.

Der erste Vierzopf wird solange geflochten, bis die Höhe erreicht ist, in der der Blumentopf später hängen soll. Ist diese Länge erreicht, wird der Zopf mit einem Knoten gesichert. Anschließend werden die drei anderen Viergruppen genauso geflochten.

 

3. Schritt: die Schnüre zum Netz verknoten

Sind die vier Zöpfe geflochten, ist der obere Teil der Blumenampel fertig. Nun muss ein Netz geknotet werden, das den Blumentopf später halten wird. Für das Netz werden

  • ·         zwei Schnüre aus der ersten Viergruppe und zwei Schnüre aus der zweiten Viergruppe,
  • ·         zwei Schnüre aus der zweiten Viergruppe und zwei Schnüre aus der dritten Viergruppe,
  • ·         zwei Schnüre aus der dritten Vierergruppe und zwei Schnüre aus der vierten Vierergruppe und
  • ·         zwei Schnüre aus der vierten Vierergruppe und zwei Schnüre aus der ersten Vierergruppe

miteinander verknotet. Wichtig dabei ist, dass sich die Knoten alle auf der gleichen Höhe befinden. Wo die Knoten positioniert werden, hängt davon ab, welchen Umfang der Blumentopf hat. Je größer der Blumentopf ist, desto größer muss der Abstand zwischen den einzelnen Knoten des Netzes sein. Wenn die Knoten aber ungefähr alle 5 cm geknüpft werden, sollte ein herkömmlicher Blumentopf in das Netz passen.

Nach der ersten Knotenrunde wird eine weitere Knotenreihe geknüpft. Auch hier werden wieder je zwei Schnüre der beiden benachbarten Vierergruppen miteinander verknotet. In dieser Reihe sitzen die Knoten aber versetzt zu den oberen.

Die Knotenreihen werden nun sooft wiederholt, bis das Netz den Blumentopf abdeckt.

 

[Foto Blumenampel 2]

Blumenampel flechten

 

4. Schritt: die Blumenampel fertig stellen

Ist das Netz fertig, kann der Blumentopf probeweise in die Blumenampel gesteckt werden. Nun müssen die Schnüre nur noch unterhalb des Topfes zusammengenommen und mit einem Knoten gesichert werden. Auch hier bietet sich wieder ein versteckter Knoten oder aber ein ganz normaler Knoten an.

Die langen Schnüre, die jetzt noch herunterhängen, können so belassen, kurz abgeschnitten oder verflochten werden. Dann muss die Blumenampel nur noch aufgehängt und mit einer Pflanze bestückt werden. Fertig!

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