Anleitung für ein Windspiel aus Muscheln

Anleitung für ein Windspiel aus Muscheln

Am Strand nutzen Kinder Muscheln gerne, um damit zu spielen und ihre Sandburgen zu verschönern. Erwachsene sammeln bei ausgiebigen Spaziergängen gerne die eine oder andere Muschel ein. Und als Erinnerung an den Urlaub landen die Fundstücke oft im Reisegepäck. Doch zurück zu Hause liegen die Muscheln oft nur irgendwo herum oder verschwinden in irgendeiner Schublade. Dabei eignen sich Muscheln prima, um daraus ein Windspiel zu basteln.

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Anleitung für ein Windspiel aus Muscheln

So ein Windspiel sieht nicht nur toll aus und hält die Urlaubsgefühle fest, sondern kann auch einen sehr beruhigen Effekt haben, wenn es sich im Luftzug bewegt und leise Geräusche macht.

Wie ein Windspiel aus Muscheln gebastelt werden kann, erklären wir in dieser Anleitung!:

Die Materialien für ein Windspiel aus Muscheln

  • mindestens 20 Muscheln, eine Muschel davon sollte größer sein als die anderen

  • 2 Stöcke oder Holzstäbe, jeweils etwa 15 cm lang

  • dünne Schnur

  • Handbohrer oder Bohrmaschine mit sehr dünnem Bohrer

  • Schere

Wer keine oder zu wenig Muscheln aus dem Urlaub mitgebracht hat, kann sich im Bastelladen oder im Möbelhaus umschauen. Dort werden oft Muscheln und andere maritime Deko angeboten. Außerdem kann das Windspiel natürlich auch mit anderen, heimischen Naturmaterialien gebastelt werden.

Steine, leere Schneckenhäuser, Nussschalen oder Kastanien zum Beispiel eignen sich gut. Das Windspiel ist dann zwar nicht mehr maritim, holt dafür aber einen Hauch Herbst in die Wohnung. Und wer es eher schlicht und puristisch mag, kann Holzperlen auf die Schnüre fädeln.

Die Anleitung für ein Windspiel aus Muscheln

Ein Windspiel aus Muscheln anzufertigen, ist nicht besonders schwierig und eignet sich auch gut als Bastelprojekt für die ganze Familie. So können die Eltern die Materialien vorbereiten und später dann zusammen mit den Kindern auffädeln.

Schritt 1: Löcher bohren

Zunächst braucht jede Muschel ein Loch, über das sie später an der Schnur fest geknotet wird. Deshalb wird mit dem Bohrer vorsichtig in jede Muschel ein Loch gebohrt. Dabei eine möglichst feste und stabile Stelle im Randbereich auswählen und langsam bohren, damit das zerbrechliche Gehäuse nicht bricht.

Wer nur sehr filigrane Muscheln hat, keinen geeigneten Bohrer besitzt oder sich nicht zutraut, die Löcher zu bohren, kann die Muscheln auch wie ein Paket mit etwas Schnur umwickeln.

Sind die Muscheln vorbereitet, werden auch die beiden Stöcke oder Stäbe mit Bohrungen ausgestattet. Dabei werden in jeden Stock oder Stab drei Löcher gebohrt, nämlich eines genau in der Mitte und je eines ungefähr 1,5 cm von den Enden entfernt.

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Schritt 2: Schnüre zuschneiden

Weil das Windspiel fünf Muschelketten haben wird, werden fünf Stücke Schnur benötigt. Ein Stück Schnur sollte ungefähr einen Meter lang sein. Dieser Strang wird nachher in der Mitte hängen. Die anderen vier Stränge sollten etwas kürzer sein. Hier genügt, die Schnur etwa 70 cm lang abzuschneiden.

Schritt 3: die Aufhängung anfertigen

Jetzt werden die Schnüre mit den Stöcken oder Stäben verbunden. Begonnen wird dabei mit dem langen Stück Schnur. Ein Ende dieser Schnur zu einer Schlaufe binden und die Schlaufe zusätzlich mit einem festen Knoten sichern. Die Schlaufe ergibt die Aufhängung für das Windspiel.

Dann einen Stock oder Stab nehmen und die Schnur durch das mittlere Loch fädeln. Den Stock so ausrichten, dass der Abstand zur Schlaufe ungefähr 10 cm beträgt. Anschließend die Schnur einmal um den Stock herumwickeln und unter dem Stock verknoten. Dadurch ist der Stock in dieser Position fixiert.

Den zweiten Stock oder Stab ebenfalls durch das mittlere Loch auf die Schnur auffädeln und mit wenig Abstand zum ersten Stock mit einem Knoten befestigen.

Die vier kürzeren Schnüre jeweils von unten durch die Löcher an den Enden der Stöcke fädeln und ebenfalls mit festen Knoten sichern.

Tipp:

Das Anbringen der Schnüre und später auch das Anbringen der Muscheln geht leichter, wenn das Gebilde hängt. Dazu die Schlaufe zum Beispiel an einer Türklinke oder einem Möbelgriff einhängen. Und wenn die Schnur nicht so richtig durch die Löcher rutschen will, hilft es, sie auf eine Nadel aufzufädeln.

Schritt 4: die Muscheln auffädeln

Gleich nimmt das Windspiel Gestalt an, denn nun kommen die Muscheln ins Spiel. Dabei eine größere Muschel beiseitelegen. Sie wird nachher am Ende der mittleren Schnur befestigt. Die anderen Muscheln in fünf Gruppen aufteilen.

Nun mit einer Schnur beginnen, die erste Muschel auffädeln, bis etwa 10 cm vor den Stock nach oben schieben und mit einem Knoten sichern. Dann die nächste Muschel auffädeln und im gewünschten Abstand anknoten.

Auf diese Weise nach und nach alle Muscheln an den fünf Strängen anbringen. Die Abstände zwischen den Muscheln dürfen ruhig unterschiedlich sein. Nur die untersten Muscheln sollten sich ungefähr auf einer Höhe befinden.

Zum Schluss wird die große Muschel am Ende der mittleren Schnur befestigt. Sie sorgt zum einen dafür, dass das Windspiel schön gerade nach unten hängt. Zum anderen dient diese Muschel als Griff.

Geht kein Luftzug, kann das Windspiel durch leichtes Anstoßen am Griff in Bewegung versetzt und zum Klingen gebracht werden.

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Überstehende Schnüre noch mit der Schere abschneiden. Damit ist das Muschel-Windspiel auch schon fertig und kann aufgehängt werden. Am besten eignet sich dafür ein Platz, wo es sich frei bewegen kann, also zum Beispiel an einem Deckenhaken, der Halterung für eine Blumenampel oder an der Gardinenstange über dem Fenster.

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Jenny Evers (Co-Autorin), Hobby Flechten & Weben, Youtuberin Sevilart, - ( Deko, Bastel, Flechtvideos), Ferya Gülcan, Künstlerin und Mitinhaberin Koozal Design Galerie (Internationales Kunsthandwerk & Malerei) schreiben diverse Anleitungen und Ratgeber zum Thema Flechten & Flechthandwerk.

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