Anleitung zum Einflechten – Pferdeschweif und Pferdemähne

Anleitung zum Einflechten von Pferdeschweif

und Pferdemähne für ein Turnier 

Wenn ein Turnier bevorsteht, kommt es nicht nur darauf an, dass Pferd und Reiter gesund und fit sind und die gewünschten Leistungen abrufen können. Genauso wichtig ist ein gepflegtes und elegantes Erscheinungsbild.

Das Styling des Pferdes umfasst dabei die Grundpflege, das Schneiden sowie das Einflechten von Schweif und Mähne. 

 

Hier die Anleitung und die wichtigsten Infos und Tipps dazu:

 

Die Grundpflege als Basis

Es reicht nicht aus, das Pflegeprogramm erst unmittelbar vor dem Turnier zu beginnen. Ein gesundes Pferd mit gepflegtem, glänzenden Fell muss die ganze Zeit über richtig gefüttert und regelmäßig gepflegt werden. Neben einer regelmäßigen Wurmkur gehört hierzu auch, das Fell regelmäßig zu striegeln, denn nur so werden alte Haare und abgestorbene Hautschüppchen gründlich entfernt.

Am Fell wird übrigens auch sichtbar, ob das Pferd gesund ist. Ein Pferd, das sich gerade von einer Krankheit erholt oder dessen Kreislauf nicht in Form ist, hat nämlich auch bei regelmäßiger Pflege ein stumpfes Fell.

Neben dem Striegeln gehört auch ein gelegentliches Bad zur Fellpflege. Im Winter sollte allerdings auf eine Ganzkörperwäsche verzichtet werden. Hier ist es besser, nur den Schweif und eventuelle weiße Abzeichen zu waschen und das Fell ansonsten mit unterschiedlichen Bürsten zu striegeln.

Für eine schnelle Reinigung zwischendurch kann auch ein Pflegespray für Mähne und Deckhaar hilfreiche Dienste leisten.   

 

Das Schneiden von Schweif und Mähne

Ein Haarschnitt ist immer dann angebracht, wenn die Enden von Schweif oder Mähne dünn und fransig wirken. Beim Schneiden sollten allerdings einige Punkte beachtet werden. Grundsätzlich ist es sinnvoller, Schweif und Mähne im Sommer etwas länger zu lassen, denn dadurch ist das Pferd besser vor Insekten geschützt. Generell sollten Schweif und Mähne aber nie zu kurz geschnitten werden.

Beim Schneiden der Mähne dient die obere Linie des Pferdehalses als Orientierungslinie, der Schweif sollte maximal so weit gekürzt werden, dass er auf der Höhe des Fesselkopfes endet. Um zu verhindern, dass eine unschöne Linie mit kleinen Ecken entsteht, sollte immer nur in kleinen Schritten gekürzt werden. Werden jeweils nur wenige Zentimeter abgeschnitten, kann die Kante nämlich noch problemlos korrigiert werden, wenn sich das Pferd bewegt hat oder der Schnitt etwas verrutscht ist, ohne dass Schweif oder Mähne insgesamt zu kurz werden.  

Ist die Mähne sehr dick, kann es zudem sinnvoll sein, sie etwas auszudünnen. Dies geht am einfachsten mit einer Ausdünnschere, ist aber auch mit einem Metallkamm möglich. Dazu wird eine dünne Strähne aus den unteren Haarschichten um den Kamm gewickelt und mit einem kleinen Ruck entfernt. Der Schweif wird jedoch grundsätzlich nicht ausgedünnt. 

 

Den Pferdeschweif einflechten

Vor dem Einflechten sollte der Schweif gewaschen werden, denn dadurch fällt er weicher und fließender und das Einflechten ist etwas einfacher. Alternativ kann aber auch ein glättendes Pflegespray verwendet werden. Zudem muss der Schweif sorgfältig gekämmt werden.

Dazu wird an den Spitzen begonnen und anschließend geht es Stück für Stück weiter nach oben. Dadurch werden nicht unnötig viele Haare ausgerissen, wobei dickere Knoten am besten mit den Fingern gelöst werden sollten. Ist der Schweif vorbereitet, beginnt das Einflechten. Hierbei wird meist ein französischer Zopf gelochten. Dazu werden am Schweifansatz drei dünne Strähnen abgeteilt und einmal wie ein normaler Zopf geflochten.

Die rechte Außensträhne wird also über die mittlere Strähne und danach dann die linke Außensträhne über die Mittelsträhne gelegt. Vor der nächsten Flechtung wird auf der rechten Seite eine neue Strähne abgeteilt, zur rechten Außensträhne hinzugefügt und es folgt eine Flechtung. Vor der nächsten Flechtung wird der linken Außensträhne eine neue dünne Strähne hinzugefügt. Bei jedem weiteren Flechtschritt werden nun immer im Wechsel rechts und links neue Strähnen aufgenommen, bis das Ende der Schweifrübe erreicht ist.

Ab dieser Höhe wird der Zopf zu Ende geflochten, ohne neue Strähnen aufzunehmen. Dadurch liegt der Zopf dann auf dem offenen Langhaar auf. Wer möchte, dass das Langhaar in Wellen fällt, kann es in nassem Zustand zu einem einfachen Zopf flechten und diesen Zopf dann am nächsten Tag öffnen.  

 

Die Mähne einflechten

Die Mähne muss zum Einflechten nicht unbedingt gewaschen, auf jeden Fall aber sorgfältig gekämmt werden.

Für das Einflechten der Mähne gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, zu den beliebtesten dabei gehören Knoten, der andalusische Zopf sowie das Netz:

 

·         Für Knoten wird die Mähne in gleichmäßige Partien eingeteilt und die Partien werden jeweils mit Haarklammern oder Haargummis fixiert. Nun werden die Haare der ersten Partie in drei Strähnen aufgeteilt, zu einem normalen Zopf geflochten und mit einem dünnen Haargummi zusammengebunden, damit der Zopf nicht mehr aufgehen kann.

Je nach Länge der Haare wird der Zopf jetzt entweder eingeklappt oder so gewickelt, dass ein kleiner Dutt entsteht. Der Knoten wird dann mit einem Haargummi befestigt und anschließend werden auch alle anderen Partien verflochten und zu Knoten geformt. 

 

·         Der andalusische Zopf, der auch als spanischer Zopf bezeichnet wird, wird geflochten wie ein französischer Zopf. Am Genick werden drei gleichmäßige Strähnen abgeteilt und einmal wie ein normaler Zopf geflochten. Bei jedem weiteren Flechtschritt wird dann jeweils eine neue dünne Strähne zur rechten oder linken Außensträhne hinzugefügt und mitverflochten.

Dadurch wandert der Zopf am Pferdehals entlang. Sind alle Haare eingeflochten, werden die Haarlängen bis zum Ende normal weitergeflochten und der Zopf dann mit einem Haargummi fixiert. Wer möchte, kann zudem farbige Bänder mit einflechten.

Für das Netz wird die Mähne in möglichst gleichmäßige Strähnen eingeteilt, die jedoch nicht zu dünn sein sollten. Die Strähnen werden nun jeweils über ein kurzes Stück zu normalen Zöpfen verflochten und mit kleinen Haargummis fixiert. Dann werden die Strähnen neu eingeteilt. Dazu werden die Strähnen jeweils halbiert und eine Hälfte der Strähne wird mit der Hälfte der jeweils benachbarten Strähne zusammengenommen.

Die neuen Strähnen werden nun wieder ein kurzes Stück geflochten und mit Haargummis fixiert. Dann werden die Strähnen wieder so eingeteilt wie am Anfang, danach erneut wie bei der zweiten Flechtung. Auf diese Weise werden nun alle Haare verflochten und ein Netz entsteht.

 

Weiterführende Flechtanleitungen und Flechtarbeiten:

Thema: Anleitung zum Einflechten von Pferdeschweif
und Pferdemähne für ein Turnier
 

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