Anleitung Weidenruten als Flechtmaterial anpflanzen

Anleitung: Weidenruten als Flechtmaterial selbst anpflanzen   

Weidenruten gehören zu den Baumaterialien, die nicht nur natürlich sind, sondern sich auch vielseitig verwenden lassen. So können aus den Weidenruten kleine Körbe oder Gefäße genauso geflochten werden wie Möbelstücke oder Sichtschutzmatten und ganze Zäune.

Wer einen eigenen Garten hat, kann sich Weidenruten als Flechtmaterial auch selbst anpflanzen. Daraus ergeben sich dann gleich zwei große Vorteile. Zum einen ist immer ein Vorrat vorhanden, wenn dekorative oder praktische Flechtarbeiten angefertigt werden sollen.  

 

Zum anderen wird der Garten durch die Gewächse optisch aufgewertet und erhält, je nach dem, wie die Weide angepflanzt wird, eine romantische und verspielte Note. Weide gibt es dabei in vielen unterschiedlichen Arten. Viele kennen sicherlich die Trauerweide, die geheimnisvoll und immer auch ein wenig melancholisch wirkt, oder auch die Kopfweide mit ihrem charakteristischen Stamm, der sich im letzten Abschnitt verdickt und so den Kopf der Weide bildet.

Als Flechtmaterial ist jedoch nicht jede Weidenart geeignet. So sollte auf Bruchweiden verzichtet und stattdessen auf beispielsweise Korbweiden oder andere Weiden zurückgegriffen werden, die strauchartig sind und lange, schmale Blätter aufweisen.

 

 

Welche Materialien notwendig sind und wie der Anbau von Weidenruten als Flechtmaterial konkret funktioniert, beschreibt die nun folgende Anleitung:  

 

Benötigte Materialien und Werkzeuge für den Anbau von Weidenruten

Um Weidenruten als Flechtmaterial selbst anzupflanzen, werden benötigt:

·         ein- bis zweijährige, möglichst gerade Triebe,

·         eine Ast- oder eine Gartenschere.

·         ein Spaten sowie

·         eine Gießkanne und Wasser.

 

Sehr schön sieht es übrigens aus, wenn die Weidenruten nicht einfach nur eingepflanzt werden, sondern daraus beispielsweise ein Zaun oder auch ein kleines Gartenhaus für die Kinder geformt wird.  Die Weidenruten sind allerdings nicht immer ganz so einfach zu beschaffen. Weiden wachsen zwar an vielen Stellen, bevorzugt in der Nähe von Gewässern, allerdings ist es nicht immer erlaubt, die Triebe einfach abzuschneiden.

Die beste Zeit, um Weidenruten abzuschneiden, ist im Frühling, kurz bevor die Weide austreibt. Ist es nicht möglich, Weidenruten in der Natur abzuschneiden, weil die Gemeinde oder der Besitzer des Grundstücks dies nicht erlauben, können häufig Landschaftsgärtner weiterhelfen.

Viele Landschaftsgärtner bieten Flechtzäune im Zuge der Gartengestaltung an und häufig können hier Weidenruten auch gekauft werden.

 

Anleitung: Weidenruten anpflanzen

Das Anpflanzen der Weidenruten ist verhältnismäßig einfach und es müssen nur wenige Dinge beachtet werden:

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Zunächst einmal ist wichtig, eine geeignete Stelle im Garten auszuwählen. Weide ist insgesamt nicht allzu anspruchsvoll, mag aber volle Sonnenlage nicht unbedingt.

Zu beachten ist außerdem, dass Weiden stark wurzeln und sich die Wurzeln auch nach außen hin ausbreiten. Daher sollten die Weidenruten mit ausreichend Abstand zu anderen Pflanzen und Gewächsen eingepflanzt werden.

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Die Weidenruten werden etwa 30 Zentimeter tief eingesetzt. Dementsprechend werden also Löcher oder ein Graben ausgehoben und die Erde wird etwas aufgelockert.

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Für den Anbau eignen sich ein- bis zweijährige, etwa fingerdicke und etwa einen Meter lange Triebe am besten. Die Weidenruten sollten möglichst frisch geschnitten sein und vor dem Einpflanzen werden kleine Triebe und Äste, die seitlich herausragen, entfernt.

Sehr wichtig ist, dass die Weidenruten nach dem Schnitt bis zum Einpflanzen nicht austrocknen. Bis alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, ist es daher sinnvoll, die Weidenruten zu bündeln und in ein Gefäß mit Wasser zu legen oder im Gartenteich zwischen zu lagern. 

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In die vorbereiteten Löcher werden die Weidenruten nun eingesetzt. Danach werden die Löcher mit Erde aufgefüllt und die Erde wird festgetreten.

Anschließend müssen die Setzlinge kräftig angegossen werden und auch danach ist wichtig, die Weidenruten gleichmäßig feucht zu halten.

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Wer die Weidenruten als Zaun oder als kleines Zelt anpflanzen möchte, geht genauso vor. Hierbei werden die Ruten aber mit einem Abstand von 20cm bis 25cm leicht schräg in den Boden eingesetzt. Da die Weidenruten biegsam sind, können sie dann in der Mitte zusammengefasst und zusammengebunden werden.

Außerdem können kleine, dünne Äste in waagerechter Richtung eingeflochten werden. Direkt nach dem Anpflanzen sehen die Weidenruten zwar hübsch und dekorativ aus, wirken jedoch ein wenig wie totes Holz. Werden die Weidenruten jedoch gepflegt und regelmäßig feucht gehalten, entwickeln sich schon bald neue kleine Äste und junge, frische Blättchen sind zu sehen.

Sobald die Äste die benötigte Länge erreicht haben, können sie abgeschnitten und zu hübschen Flechtwerken weiterverarbeitet werden. Genauso ist es aber auch möglich, die Äste umzubiegen und in das vorhandene Geflecht zu integrieren, wenn die Weidenruten als Zaun oder als Zelt angepflanzt wurden.

Dadurch erwacht das Geflecht nicht nur zu neuem Leben, sondern wird auch immer dichter. 

 

Weiterführende Flechtanleitungen, Tipps und Flechtarbeiten:

 

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