Bastelanleitung für einen modernen Traumfänger

Bastelanleitung für einen modernen Traumfänger 

Traumfänger sind nichts Neues. Doch derzeit erleben sie ihr großes Comeback. Und wie ein individueller Traumfänger in moderner Gestalt selbst angefertigt werden kann, verrät diese Anleitung!

Traumfänger sind nicht nur als reine Dekoration gedacht. Vielmehr gehen sie auf einen alten indianischen Glauben zurück. Demnach sollen die guten Träume durch das Netz durchschlüpfen. Die bösen Träume hingegen bleiben im Traumfänger stecken und werden hier festgehalten, bis sie sich im Morgenlicht schließlich auflösen.

In der klassischen Version wurden Traumfänger aus Naturmaterialien hergestellt und mit Federn und Holzperlen verziert. Inzwischen werden sie moderner gestaltet. So kommen beispielsweise Wolle, T-Shirt-Garne oder sogar Stoffreste in bunten Farben zum Einsatz. Und statt Holzperlen und Federn dienen bunte Stoffbänder als Deko.

Einen modernen und zugleich dekorativen Traumfänger stellt auch diese Bastelanleitung vor. Dabei ist der Traumfänger bewusst schlicht gehalten. Er kommt ohne Deko aus. Die hübsche Optik entsteht vielmehr dadurch, dass der Traumfänger aus zwei Ringen besteht, die miteinander verbunden sind. Dadurch erinnert der Traumfänger an einen Himmelskörper, der in seinem Inneren den eigentlichen Traumfänger in Netzform enthält.

 

Die Materialien für einen modernen Traumfänger

  • ·         2 unterschiedlich große Ringe aus Kunststoff, Holz, Metall oder Draht
  • ·         Schnur, Wolle, T-Shirt-Garn oder Streifen aus bunten Stoffresten
  • ·         Schere

 

Die Bastelanleitung für einen modernen Traumfänger

1. Schritt: die Ringe mit umwickeln

Das Grundgerüst für den Traumfänger bilden ein kleinerer und ein deutlich größerer Ring. Bei den Ringen kann es sich um Kunststoff-, Holz- oder Metallringe aus dem Bastelbedarf handeln. Ebenso ist möglich, die Ringe aus stabilem Draht selbst zu formen.

Die beiden Ringe werden im ersten Schritt umwickelt, um sie auf diese Weise zu verdecken. Als Material hierbei kann Schnur, Wolle oder auch ein Lederband verwendet werden. Für eine moderne Optik wiederum sorgt T-Shirt-Garn. Und wer einen farbenfrohen Traumfänger gestalten möchte, kann zu dünnem Schleifenband greifen oder bunte Stoffreste in schmale Streifen schneiden oder reißen.

Beim Umwickeln ist es aber nicht notwendig, sehr präzise zu arbeiten. Wenn die beiden Ringe später miteinander verbunden werden, werden die Ringe ohnehin ein zweites Mal umwickelt. Deshalb reicht es zunächst aus, wenn die Ringe weitgehend abgedeckt sind.

 

2. Schritt: das Netz anfertigen

In den kleineren Ring wird nun der eigentliche Traumfänger in der klassischen Netzform eingearbeitet. Und das geht so:

·         Ein langer Faden wird an einer Stelle am Ring angeknotet. Von hier aus wird der Faden einmal um den Ring herumgespannt. Dazu wird der Faden ein Stück weitergeführt, um den Ring gelegt, wieder weitergeführt, erneut um den Ring gelegt und immer so weiter. An je mehr Punkten der Faden um den Ring gewickelt wird, desto mehr Maschen erhält das Netz.

·         Ist der Ausgangspunkt wieder erreicht, wird die zweite Runde gearbeitet. Auch hier wird der Faden ringsherum gespannt, dieses Mal aber um die eben gespannten Fäden aus der ersten Runde. Der Faden wird also mittig um den ersten gespannten Faden gelegt, zum nächsten gespannten Faden geführt, hier wieder herumgelegt, erneut zum nächsten Faden geführt und so weiter. Wer möchte, kann dabei zusätzlich mit Knoten arbeiten. Notwendig ist das aber nicht.

·         Die dritte und alle weiteren Runden werden genauso gearbeitet wie die zweite Runde. Der Faden wird also immer rundherum geführt und jeweils um die gespannten Fäden der Vorrunde gewickelt. Dies wird fortgesetzt, bis die Mitte erreicht ist.

·         In der Mitte wird der Faden mit einem Knoten festgebunden und das überschüssige Ende abgeschnitten. Wer mag, kann als Mittelpunkt noch eine Perle auffädeln.

Keine Sorge: In der Theorie klingt das Knüpfen des Netzes viel komplizierter als es in Wirklichkeit ist. Und damit die Anleitung verständlicher wird, hier ein Bild, das das Prinzip beim Fertigen des Netzes zeigt:

[Traumfänger]

Traumfänger

 

3. Schritt: die beiden Ringe miteinander verbinden

Ist das Netz fertig, werden die beiden Ringe miteinander verbunden. Dazu wird der kleinere Ring in den großen Ring gelegt. Wo der kleine Ring positioniert wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. So kann er mittig, zu einer Seite hin versetzt oder so angeordnet werden, dass sich die beiden Ringe berühren.

Um die beiden Ringe miteinander zu verbinden, werden sie erneut umwickelt. Dafür wird der Faden an einer Stelle festgebunden und anschließend durch den kleinen Ring gefädelt, um den großen Ring herumgeführt, wieder durch den kleinen Ring gefädelt, erneut um den großen Ring herumgelegt und immer so weiter. Dabei kann der Faden sehr dicht gewickelt werden, so dass der Raum zwischen den beiden Ringen ausgefüllt ist.

Dadurch erinnert der Traumfänger an den Vollmond. Möglich ist aber auch, die Abstände zwischen den Fäden zu variieren oder die Wicklungen insgesamt eher luftig zu gestalten. Dann sieht der Traumfänger aus wie ein Stern oder wie die Sonne. 

Zum Schluss wird noch ein Stück Faden als Aufhänger am großen Ring befestigt. Damit ist der Traumfänger fertig! Und als kleine Anregung hier noch ein Bild, wie der fertige Traumfänger aussehen kann…

[Traumfänger 2]

Traumfänger 2

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