Anleitung für eine Flechttechnik mit Schlaufen

Anleitung für eine Flechttechnik mit Schlaufen 

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie geflochten werden kann. Der Klassiker, den die meisten kennen und beherrschen, ist das Flechten mit drei Strängen. Dabei werden drei gleichmäßige Partien abgeteilt und die beiden äußeren Stränge immer abwechselnd über den Mittelstrang hinweg in der Mitte abgelegt.

Diese Flechttechnik kann abgewandelt werden, indem mit mehr Strängen geflochten wird. Eine andere Möglichkeit ist, eine Kordel anzufertigen. Dafür werden zwei Stränge immer wieder umeinander gewunden. Mit der folgenden Anleitung stellen wir noch eine Flechttechnik vor. Dabei wird mit Schlaufen geflochten:

 

Mit Schlaufen flechten – ein paar Worte vorab

Mit Schlaufen zu flechten, klingt im ersten Moment recht ungewöhnlich. Und wer das Ergebnis sieht, wird eine sehr schwierige und aufwändige Technik dahinter vermuten. Tatsächlich ist die Flechttechnik aber leicht nachzuarbeiten. Eigentlich ist das Flechten sogar noch ein bisschen leichter als das klassische Flechten mit drei Strängen, denn bei dieser Flechttechnik wird nur mit zwei Strängen gearbeitet.

Zudem kann das Flechtwerk jederzeit abgelegt werden, ohne dass sich gleich wieder alles löst. Umgesetzt werden kann die Flechttechnik mit Bändern und Schnüren aller Art. Ob das verwendete Band schmal oder dick ist, spielt also keine Rolle. Allerdings wird bei dieser Flechttechnik recht viel Material verbraucht. Wer ein längeres Band flechten möchte, muss also schon ordentlich Band einplanen. Konkret sollte das Band ungefähr so lang sein wie das gewünschte Flechtband.

Durch die Flechttechnik entstehen Flechtbänder, die recht breit und vergleichsweise elastisch sind. Deshalb eignen sich die Bänder sehr gut, um beispielsweise zu Motiven oder Schriftzügen gelegt und auf Kleidungsstücke, Kissenhüllen oder Taschen appliziert zu werden. Daneben machen sich die Flechtbänder sehr gut als Armbänder, Halsketten oder Haarbänder. Als originelle Henkel für Taschen können sie ebenfalls hervorragend eingesetzt werden.

Als Deko für langweilige Blumentöpfe und Vasen, als Bordüre, als Geschenkschleife oder als Verzierung für schlichte Boxen und Schachteln sind weitere Beispiele für Einsatzmöglichkeiten. Selbst zu Teppichen, Körben oder Tischsets können die Flechtbänder verarbeitet werden. Hier ist also die eigene Kreativität gefragt…  

 

Die Anleitung für eine Flechttechnik mit Schlaufen

In der Theorie klingt die Anleitung für die Flechttechnik im ersten Moment vielleicht ein wenig kompliziert. Aber eine Sorge: In der Praxis ist das Flechten wirklich kinderleicht. Und wer das Prinzip einmal verstanden hat, kann innerhalb kürzester Zeit lange und sehr dekorative Bänder flechten.

 

Umgesetzt wird die Flechttechnik so:

1.       Zuerst wird die Mitte des Bandes ermittelt. Hier wird das Band zu einer Schlaufe gelegt.

2.       Dann wird das Bandende, das vorne liegt, einmal gegen den Uhrzeigersinn um die Schlaufe herumgeführt. Wieder vorne angekommen, wird das Band von oben durch die eben entstandene Windung gesteckt. Wenn das Band nun behutsam nach unten gezogen wird, zieht sich die Windung zusammen. Damit ist der Anfang gemacht und gleichzeitig auch der schwerste Schritt geschafft. (Bei den ersten Versuchen kann es passieren, dass die Schlaufen auseinanderrutschen und sich nicht zusammenziehen lassen wollen. Dann ist es am besten, noch einmal von vorne anzufangen. Mit ein wenig Übung klappt es ganz bestimmt!)

3.       Nun wird das rechte Band zu einer Schlaufe zusammengenommen. (Es muss dabei aber keine richtige Schlaufe gelegt werden. Stattdessen wird das Band einfach nur ein Stück weiter unten aufgenommen und zusammengelegt.) Diese Schlaufe wird anschließend durch die erste Schlaufe hindurch gesteckt.

4.       Jetzt wird am linken Band gezogen. Dadurch zieht sich die erste Schlaufe zusammen.

5.       Anschließend wird das linke Band zu einer Schlaufe zusammengenommen. Diese Schlaufe wird durch die andere Schlaufe gesteckt. Durch einen Zug am rechten Band zieht sich die vorhergehende Schlaufe zusammen.

6.       Danach wird das rechte Band wieder zu einer Schlaufe zusammengenommen und die Schlaufe durch die andere Schlaufe gesteckt. Um die vorhergehende Schlaufe zusammenzuziehen, wird am linken Band gezogen.

7.       Weiter geht es dann wieder auf der linken Seite. Hier wird erneut eine Schlaufe gebildet, durch die andere Schlaufe gesteckt und mit dem rechten Band festgezogen.

8.       So geht es immer abwechselnd weiter, bis das gesamte Band verflochten ist. Es wird also jeweils im Wechsel auf einer Seite eine Schlaufe gebildet und durch die bereits vorhandene Schlaufe geschoben. Mit dem Bandende auf der gegenüberliegenden Seite wird die vorhergehende Schlaufe festgezogen. Mit dem Band, an dem eben gezogen wurde, wird dann wieder die nächste Schlaufe gebildet. Diese Schlaufe wird durch die andere Schlaufe gesteckt und auf der gegenüberliegenden Seite zusammengezogen.

Und hier das Ganze noch einmal als Bild:

[Foto Schlaufen-Flechttechnik]

Schlaufen-Flechttechnik

 

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