Anleitung: eine Flechthilfe basteln

Anleitung: eine Flechthilfe basteln 

Eigentlich ist das Flechten als solches nicht allzu schwierig. Wer den Dreh einmal raus hat, kann ohne größere Schwierigkeiten Zöpfe und Schnüre in verschiedenen Flecht-, Knüpf- und Knotentechniken anfertigen. Die Problematik, die sich oft stellt, ist vielmehr das Halten des Flechtwerks.

Schließlich müssen die Stränge nicht nur irgendwie festgehalten und miteinander verflochten werden. Stattdessen sollten sie gespannt sein, damit ein schönes und gleichmäßiges Flechtwerk entsteht. Zudem sollten sich die Stränge nicht selbstständig machen, denn sonst entsteht vor allem im unteren Bereich ein wildes, verknotetes Durcheinander. Um Abhilfe zu schaffen, werden die Flechtstränge deshalb meist mit einem Knoten gesichert und anschließend mithilfe einer Sicherheitsnadel am Hosenbein, an einem Kissen oder an der Lehne des Sofas befestigt.

Die vielen kleinen Löchlein, die dabei zurückbleiben, sind auf Dauer aber auch keine Lösung. Besser wäre da schon ein anderes Hilfsmittel.

 

Und ein solches Hilfsmittel stellt die folgende Anleitung vor:

 

Hierbei wird eine praktische Flechthilfe gebastelt, die handlich ist und überall eingesetzt werden kann. Da die Flechthilfe zwischen den Knien eingeklemmt wird, sind beide Hände frei, so dass bequem geflochten werden kann.  

 

Die Materialien für eine Flechthilfe

  • ·         1 möglichst feste Papprolle
  • ·         1 größere und 6 kleine Ösen
  • ·         1 Nagel
  • ·         Lineal und Bleistift
  • ·         Teppichmesser, Hammer und Schraubendreher
  • ·         selbstklebende Folie, bunte Papiere oder Farben und Klarlack nach Wunsch

 

Die Anleitung für eine Flechthilfe

1. Schritt: die Papprolle kürzen und gestalten

Damit die Flechthilfe dem Zug, der beim Flechten entsteht, später gut standhält, sollte ein möglichst stabiles Material verwendet werden. Feste und harte Papprollen finden sich beispielsweise oft als Kerne von Alufolie.

Die Flechthilfe wird später zwischen den Knien festgeklemmt. Deshalb wird die Papprolle zunächst auf eine bequeme Länge gekürzt. Dies gelingt am besten mit einem scharfen Teppichmesser.

Nun sieht so eine Papprolle nicht sehr dekorativ aus. Wer möchte, kann seine Flechthilfe deshalb ein wenig aufhübschen. Dafür kann die Papprolle mit Folie, Serviettenmotiven oder bunten Papieren beklebt werden. Möglich ist auch, die Papprolle bunt zu bemalen. Sind Kleber oder Farben trocken, kann die Papprolle noch mit einer Schicht Klarlack versiegelt werden. Dadurch ist das Dekor geschützt und die Flechthilfe kann bei Bedarf sogar mit einem leicht feuchten Lappen abgewischt werden.

 

2. Schritt: Löcher in die Papprolle bohren

Als nächstes wird die Flechthilfe mit Löchern ausgestattet. Dabei werden auf der Vorderseite sechs Punkte markiert. Die Löcher sollten in einer geraden Reihe nebeneinander und mit möglichst kleinen Abständen zueinander verlaufen. Sind die Positionen der Löcher mit dem Bleistift gekennzeichnet, werden die Löcher mit dem Nagel eingearbeitet.

Dazu wird der Nagel mit dem Hammer ein Stück weit in die Papprolle getrieben und anschließend wieder herausgezogen. Sind die Löcher recht klein, so dass nur dünne Garne hindurchpassen würden, sollten die Löcher mit dem Nagel, einem Schraubendreher oder einem ähnlichen Werkzeug ausgeweitet werden. Damit die Löcher im Laufe der Zeit nicht ausfransen und empfindlichere Flechtmaterialien nicht beschädigen, werden auf die Löcher Ösen gedrückt.

Hinweis: Unsere Flechthilfe wird auf der Vorderseite mit sechs Löchern ausgestattet. Dadurch können verschiedene Flechttechniken mit unterschiedlich vielen Strängen umgesetzt werden. Die Anzahl der Löcher kann aber selbstverständlich variiert werden.

Auf der Rückseite der Flechthilfe wird ebenfalls ein Loch gearbeitet. Dieses Loch sollte so platziert werden, dass es der Lochreihe auf der Vorderseite genau mittig gegenüberliegt. Dieses Loch wird außerdem etwas größer gearbeitet, denn hier müssen später alle Flechtstränge durchpassen. Auch beim Loch auf der Rückseite sorgt eine Öse für einen sauberen und ordentlichen Rand. Damit ist die selbstgemachte Flechthilfe auch schon fertig.

[Grafik Flechthilfe]

Flechthilfe

 

Die Flechthilfe verwenden

Um mit der Flechthilfe zu flechten, wird der erste Strang erst durch ein Loch auf der Vorderseite gefädelt und anschließend aus dem Loch auf der Rückseite herausgezogen. Dies wird mit den übrigen Strängen wiederholt. Damit die Stränge nicht wieder herausrutschen, werden sie auf der Rückseite mit einem lockeren Knoten gesichert.

Nun wird die Flechthilfe zwischen den Knien eingeklemmt und dann kann losgeflochten werden. Hat das Flechtwerk eine gewisse Länge erreicht, kann die Flechthilfe auch auf den Boden gelegt und mit den Füßen fixiert werden. Eine andere Möglichkeit ist, die Flechthilfe über die Türklinke zu stülpen.

Ist das Ende der Stränge erreicht, wird der geflochtene Zopf am unteren Ende mit einem Knoten gesichert. Anschließend wird der Knoten auf der Rückseite der Flechthilfe gelöst. Dadurch lässt sich der geflochtene Zopf ganz einfach aus der Flechthilfe herausziehen. Auch hier kann der Zopf mit einem Knoten gesichert und das Flechtwerk anschließend wie gewünscht weiterverarbeitet werden.

Mehr Flechtanleitungen, Tipps und Flechtmuster:

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