Anleitung – eine Fingerfalle flechten

Anleitung:

eine Fingerfalle flechten

Eine Fingerfalle eignet sich hervorragend als Mitbringsel, denn ein lustiger Zeitvertreib ist damit garantiert. Dabei ist das Prinzip einer Fingerfalle denkbar einfach: Eine Person steckt ihre beiden Zeigefinger in die Falle und muss dann versuchen, sich wieder zu befreien. Dies klingt eigentlich sehr einfach, erweist sich in der Praxis aber als recht schwierig.

Kennt die Person den Trick nicht, wird es ihr nämlich vermutlich nicht gelingen, sich zu befreien. Warum dies so ist und wie eine Fingerfalle gebastelt werden kann, erklärt die folgende Anleitung:

Die Materialien für eine Fingerfalle

  • ·         1cm breites Schleifenband aus Kunststoff
  • ·         Klebeband
  • ·         Holzstab, Stift oder ein anderer runder, etwa fingerdicker Gegenstand

Ursprünglich wurden Fingerfallen wohl aus Bambus geflochten. Anstelle von Kunststoffbändern können für die selbstgebastelte Fingerfalle auch Stoffbänder oder Papierstreifen verwendet werden. Fingerfallen aus Papierstreifen haben allerdings den Nachteil, dass sie wahrscheinlich nicht ganz so lange halten werden. Stoffbänder wiederum könnten zu weich sein und deshalb nicht richtig funktionieren, wenn die Fingerfalle nicht sehr fest geflochten wird.

Eine Fingerfalle flechten – eine Anleitung

Als erstes werden vier gleichlange Stücke von dem Schleifenband abgeschnitten. Die Stücke sollten dabei jeweils ungefähr so lang sein wie ein Arm. Besonders schön sieht die Fingerfalle übrigens aus, wenn sie aus Schleifenband in vier oder zumindest in zwei Farben geflochten wird. Wenn alle vier Stränge die gleiche Farbe haben, funktioniert es aber natürlich genauso.

Nun werden zwei Bänder genommen und miteinander verbunden. Dazu werden die Bänder so übereinandergelegt, dass ihre Enden auf einer Seite im rechten Winkel aufeinanderliegen, und mit Klebeband fixiert. Dies wird dann mit den beiden anderen Bändern wiederholt.

Die beiden Bänderpaare werden jetzt an einem Stab oder Stift angelegt. Ein Bänderpaar befindet sich dabei an der Vorderseite, das andere Bänderpaar auf der Rückseite. Um die Bänderpaare zu fixieren, kommt wieder etwas Klebeband zum Einsatz.

Die vier Bänder werden nun in einem Gittermuster miteinander verflochten. Dazu werden auf beiden Seiten jeweils die zwei Bänder, die nebeneinander liegen, über Kreuz übereinandergelegt. Zuerst werden also die beiden Bänder auf der rechten Seite und die beiden Bänder auf der linken Seite gekreuzt. Durch das Kreuzen wandern die Bänder eine Position weiter. Dann werden wieder die Bänder, die sich jetzt rechts und links neben dem Stab befinden, über Kreuz übereinandergelegt. Dies klingt vielleicht ein wenig kompliziert, ergibt sich beim Flechten aber automatisch. So wird nun immer weiter geflochten, bis das Ende der Bänder erreicht ist. Am Ende angekommen, werden die Bänder wieder mit Klebeband gesichert.

Danach wird der Stab herausgezogen und damit ist die Fingerfalle fertig.

Wie die Fingerfalle funktioniert

Das Geheimnis der Fingerfalle, die auch Chinesische Fingerfalle genannt wird, ist das Geflecht. Steckt eine Person ihre Finger in die Fingerfalle, staucht sich das Geflecht zusammen. Dies hat zur Folge, dass sich der Durchmesser des Rohres vergrößert. Deshalb passen die Finger auch gut in die Fingerfalle hinein. Versucht die Person nun aber, ihre Finger wieder aus der Fingerfalle herauszuziehen, ist das nicht möglich. Durch den Zug zieht sich das Geflecht nämlich in die Länge. Der Durchmesser des Rohres wird dadurch kleiner und die Finger stecken fest.

Dieses Prinzip macht sich übrigens auch die Medizin mit der sogenannten Extensionshülse zunutze. Hier wird die Extensionshülse unter anderem verwendet, um Finger oder Zehen zu fixieren, wenn Gelenke nach einem Bruch oder einer anderen Verletzung wieder in Normallage gebracht werden sollen. Statt Extensionshülse wird die Vorrichtung dabei auch Mädchenfänger genannt.

Als Partygag kann die Fingerfalle natürlich auch von zwei Personen genutzt werden. Im Sinne eines Mädchen- oder natürlich Jungenfängers können zwei Personen ihren Zeigefinger in die Fingerfalle stecken. Neben dem Spaß ist dies sicher eine nicht ganz alltägliche Methode, um jemanden kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Genauso eignet sich die Fingerfalle aber natürlich auch für ein Partyspiel, bei dem derjenige oder das Paar gewinnt, die sich als erstes befreit haben. Als kleiner Zaubertrick für zwischendurch macht sich die Fingerfalle ebenfalls gut.

Aber wie kommen die Finger eigentlich wieder aus der Falle heraus? Der Trick, um sich zu befreien, besteht darin, nicht zu ziehen und keinen Druck auszuüben. Hat eine Person ihre beiden Zeigefinger in die Fingerfalle gesteckt, muss sie ihre beiden Finger gegeneinander halten.

Mit den Mittelfingern und Daumen kann sie dann die beiden Enden der Fingerfalle zur Mitte hin schieben. Dadurch staucht sich das Geflecht zusammen, der Durchmesser vergrößert sich und die Finger können herausgezogen werden.

Mehr Flechtanleitungen, Tipps und Vorlagen:

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